Bewiesen: Akupunktur aktiviert gezielt Teile des Gehirns

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Die aus China stammende Akupunktur ist über 2500 Jahre alt. Die traditionelle chinesische Medizin geht davon aus, dass sich die Lebensenergie des Körpers auf definierten Bahnen ausbreitet. Kommt es hier zu Blockaden, dann entstehen Krankheiten. Durch Nadelstiche in die Bahnen, eben Akupunktur, lassen sich diese Blockaden angeblich aufheben.

Etwa seit den 1970er Jahren verbreitet sich die Akupunktur auch außerhalb Ostasiens. Anfänglich von vielen für Quacksalberei gehalten, findet sie immer mehr Anerkennung, auch von anerkannten Organisationen wie der Weltgesundheitsbehörde, dem Nationalen Gesundheitssystem Großbritanniens und den nationalen Instituten für Gesundheit der USA.

Es gibt Beweise dafür, dass sich mithilfe von Akupunktur eine Reihe von Leiden erfolgreich behandeln lassen, darunter Unfruchtbarkeit, Nebenwirkungen von Chemotherapie und Rückenmarksverletzungen. Die Wirkung der Akupunktur geht über die eines Placebos hinaus. Allerdings wissen Forscher bislang wenig darüber, wie Akupunktur genau funktioniert.

Wenjing Huang, Mitarbeiter der Berliner Charité, und seine Kollegen haben diese Aufnahmen menschliche Gehirne erstellt, die den Zusammenhang zwischen 18 Akupunktur-Punkten und zugehörigen Hirnregionen belegen sollen. Sie zeigen Hirnregionen in roter Farbe, die durch Akupunktur aktiviert wurden, während Blau die Punkte kennzeichnet, die deaktiviert wurden. Aufgrund dieser Ergebnisse geht Huang davon aus, dass Akupunktur sowohl die Verarbeitung von Sinneseindrücken durch das Gehirn als auch Gedanken beeinflusst. [Caroline Morley / Tim Kaufmann]

[Via PLoS One]

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