Das fortschrittlichste Infrarotspektrometer kann beinahe bis zum Beginn der Zeit zurückblicken

KeckMOSFIRE-M57

Die ältesten und am weitesten entfernten Galaxien sollen jetzt in den Fokus rücken. Denn am Keck Observatorium in Hawaii hat ein aus verschiedenen Universitäten zusammengestelltes Forscherteam einen Infrarotsensor am Keck-I-Teleskop installiert.

Das MOSFIRE (Multi-Object Spectrometer for Infra-Red Exploration) ist ein fünf Tonnen schweres und 10 Millionen € teures Gerät und wurde von Ian S. Mc Lean, einem Physik- und Astronomieprofessor der UCLA und Charles Steidel, einem Astronomieprofessor am Caltech innerhalb von sieben Jahren unter Mitarbeit von fast zwei Dutzend Studenten und Lehrkräften gebaut.

Mit den Infrarotsensoren sollen Astronomen durch Staubwolken hindurch auf Himmelskörper und uralte Galaxien blicken können, indem Licht erkannt wird, das durch die Ausdehnung des Universums rotverschoben ist. Mit dem MOSFIRE soll die etwa 400000 Jahre nach dem Urknall begonnene Reionisierungsepoche untersucht werden.

Viele der Galaxien die die Wissenschaftler hierbei studieren, haben sich vor etwa 10 Milliarden Jahren gebildet, so McLean, und damit nur wenige Milliarden Jahre nach dem Urknall. Damit könnten die Forscher in die Zeit der Bildung einiger der ersten Galaxien überhaupt blicken. Ein Verständnis dieser Epoche sei zum Verständnis der Struktur des Universums absolut notwendig.

Zusätzlich sollen Sternenformationen in der Milchstraße sowie die Verteilung dunkler Materie untersucht werden. Mit dem MOSFIRE können 46 Objekte gleichzeitig untersucht werden und innerhalb von Minuten oder Stunden statt innerhalb von Tagen die untersuchten Objekte gewechselt werden. Nach Tests in Mai und Juni soll das Teleskop im September richtig loslegen. [Toms AstroblogHawaii 24/7UCLA NewsroomMOSFIRECNet]

[Oliver Schwab / Andrew Tarantola]

YouTube Preview Image
Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising