Das fliegende Schweizer Messer: Erickson S-64 Aircrane

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Die meisten Helikopter sind nur für einen einzigen Einsatzzweck gemacht. Im Fall des Erickson S-64 Aircrane ist das anders. Der vielseitige Hubschrauber ist der LKW unter den Drehflüglern.

Der S-64 wurde ursprünglich Anfang der 60er Jahre von Sikorsky entwickelt und basiert auf dem noch älteren Muster S-60. Der S-64 wurde in zahlreichen Armeen eingesetzt bevor das Unternehmen Erickson Air-Crane aus Oregon die Herstellungsrechte 1992 kaufe.

Erickson baute tausende von Veränderungen in den Hubschrauber ein. Das aktuelle Modell ist rund 21,2 Meter lang und 5,4 Meter breit. Sein Gewicht liegt bei 9,61 Tonnen. Der Hubschrauber wird mit zwei Pratt & Whitney Turbinen angetrieben, die jeweils rund 3.355 Kilowatt erreichen. Der sechsblättrige Rotor ermöglicht es, Lasten von bis zu 9 Tonnen Gewicht in eine Höhe von 2.700 Metern und einer Distanz von 370 Kilometern zu transportieren.

Der S-64 ist der erste Helikopter mit einer Pilotenkanzel, auf deren Rückseite ein Fenster zur Ladungskontrolle angebracht wurde. Ein Kranführer am Bord kann beim Absetzen und Aufnehmen der Lasten durch einen um 180 Grad gedrehten Sitz den Kran kontrollieren.

Der Hubschrauber wird mit einem 10.000 Liter-Tank und einer Wasserkanone bewaffnet bei Bränden eingesetzt und kann auch zur Bewässerung von Feldern verwendet werden.

Besonders hilfreich ist der Hubschrauber aber auf dem Bau. Der S-64 hat schon Antennen auf Wolkenkratzer gebracht, Hochspannungsleitungen transportiert, Brückenteile gehievt und sogar schon andere Hubschrauber geschleppt. Und in der Forstwirtschaft wurde er schon zum Transport von Baumstämmen aus unzugänglichen Gebiet verwendet.
[Andrew Tarantola / Andreas Donath]

[Via Wikipedia, Erickson Aircrane]

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