Magische Momente verlieren ihren Zauber, wenn man über sie redet

Emotion

Nach einem schönen Erlebnis – wie einem guten Essen oder einem wunderschönen romantischen Rendezvous – ist es ganz natürlich, darüber auch sprechen zu wollen. Eine neue Studie will jetzt aber festgestellt haben, dass man die Gefühle für ein Erlebnis auch stumpf reden kann.

Sarah Moore, die an der Alberta School of Business den Einfluss von Interaktion auf die Gefühle untersucht, hat herausgefunden, dass das positive oder negative Erörtern von Erlebnissen die mit ihnen verbundenen Emotionen abschwächt. Der Grund ist die mit solcher Kommunikation verbundene Analyse eines Ereignisses.

Kommentare des Zuhörers bewegen den Erzähler dazu, das Erlebte bis ins Detail zu überdenken. Beim Gespräch über einen erinnerungswürdigen Restaurantbesuch bemerke man so immer mehr Mängel, die beim tatsächlichen Erleben womöglich gar nicht wahrgenommen wurden. Ein schreckliches Essen kann mit einer Erörterung dafür aber in besseres Licht gerückt werden.

Moore sieht diesen Vorgang auch in Bezug aufs Liebesleben:

Man sagt, dass man eine Person niemals fragen sollte, warum sie einen liebt. Das ist wahr – macht das niemals. Man sollte das Gefühl nicht rationalisieren oder analysieren, denn desto mehr man das tut, desto mehr verblasst auch das Gefühl. Will man eine positive Emotion bewahren, sollte man auf keinen Fall über das „Warum“ nachdenken.

Was man daraus lernen kann? Man sollte seinen Bekannten wohl abendfüllende Diavorträgen über den letzten Urlaub oder stundenlange Kennenlerngeschichten aus eigenem Interesse ersparen. [Medical Express]
Foto: Dudarev Mikhail/Shutterstock

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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  1. die Anmerkung mit den Dia -Abenden ist Klasse ;-)

    Ansonsten halte ich das inhaltlich für Non-Sense der Kategorie „iss nicht zuviel grünes, weil eine Studie belegt hat, dass die Spuren von Blausäure sich in deinen Knochen über Jahre hinweg ablagern können und sich gegebenenfalls negativ auf deinen Nachwuchs auswirken können“

    Dinge tot quatschen ist immer ungesund. Das weiß hoffentlich jeder. Wenn Mann oder Frau einen Abend schön fand, ist es doch totaler Mist sich auf eine Studie zu beziehen und deshalb dem anderen nicht zu sagen wie schön man den Abend fand.

    Diskussion und Meinungsaustausch in gesundem Maße sind doch die Eckpfeiler unseres sozialen Netzes.
    Oder wollt ihr eurer Verwandtschaft nach einer geschenkten Reise nicht mitteilen, dass es schön war?
    Oder etwa eurem Partner nicht mitteilen, dass es jeden Tag aufs neue Spaß mit ihm/ihr macht?

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