Warum wir wirklich beim Eisessen Kopfweh bekommen

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Jeder kennt die unbarmherzig auftretenden Schmerzen, wenn man sein Eis zu schnell ist. Einer neuen Studie zufolge steckt wohl mehr dahinter als das rapide Abkühlen und Erwärmen von Adern im Kopf.

Die Forscher des Department of Veterans Affairs vom New Jersey Health Care System, der National University of Ireland Galway und der Harvard Medical School nutzten die transkranielle Dopplersonographie, um die Durchblutung des Gehirns bei Patienten mit durch Eis hervorgerufene Kopfschmerzen zu untersuchen. Um diese Kopfschmerzen herbeizuführen mussten die Probanden Eiswasser trinken – die Gegenprobe wurde mit normal temperiertem Wasser vorgenommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Weitung der vorderen Hirnschlagader – und damit ein verstärkter Blutzufluss ins Gehirn – mit den Kopfschmerzen einhergeht. Sobald die Ader sich wieder zusammenzieht, berichteten Patienten über ein Verschwinden des Schmerzes. Die Forscher vermuten darin eine Art Schutzmechanismus für das Gehirn. Da das Gehirn ein solch wichtiges Organ ist und ständig im Betrieb sein muss, ist es sehr temperaturempfindlich. Die Gefäßerweiterung könnte darum dafür sorgen, dass das Gehirn warm bleibt.

Da der Schädel gleichzeitig starr ist, führt eine vermehrte Blutzufuhr aber zu einem Druckanstieg, wodurch der Schmerz entsteht.

Die Erkenntnisse sollen nicht nur dazu dienen, die durchs Eisessen hervorgerufenen Kopfschmerzen zu erklären, sondern könnten auch bei der Ursachensuche für Migräne und andere Arten von Kopfschmerzen verwendet werden. [Medical Daily]
Foto: Randall Stevens/Shutterstock

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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