Dropbox verwandelt sich in Megaupload

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Der Cloudspeicherdienst Dropbox erlaubt den Zugriff auf einzelne Dateien per Direktlink. Damit ahmt er das Geschäftsmodell von One-Click-Filehostern wie Rapidshare und Megaupload nach.

Mit einem einfachen Rechtsklick auf die Datei im Dateimanager, Finder oder der Weboberfläche erreicht man die Funktion „Get Link“. Daraufhin wird eine URL für die jeweilige Datei erstellt, die sich weitergeben lässt. Geteilte Ordner und den Public Ordner gibt es weiterhin, doch waren die bislang die einzige Möglichkeit, mit anderen Anwender Dateien auszutauschen. Beim Public-Ordner ließen sich schon vorher Links zu einzelnen Dateien erzeugen.

Videos und Bilder, die auf diese Weise verlinkt werden, erscheinen eingebettet auf einer Dropboxseite. Filme werden, soweit das Format unterstützt wird, über einen Flashplayer wiedergegeben.

Dieser Schritt könnte Dropbox eine Menge Ärger einbringen, wenn die Anwender beginnen, über die URLs urheberrechtlich geschütztes Material weiterzugeben.
[Via Dropbox]

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  1. Lesen bildet, Leute ;)

    Klar gab es „schon immer“ die Funktion des Public-Folders, aber man konnte bisher die Dateien, die NICHT im Public-Folder liegen auch NICHT an andere weitergeben und musste den Umweg gehen, die Datei vorher in den Public-Folder zu schieben.
    Bei größeren Dateien bietet die NEUE FUNKTION, die der Autor in dem Beitrag auch verständlich erklärt, erhebliche Vorteile, da man so einfach einen „Public-Link“ erstellt und diesen weiterleitet…

    1. Danke das du das klargestellt hast, aber:

      Auch wenn es jetzt vielleicht einfacher ist. Ändert sich dadurch nichts Elementares. Dropbox konte und kann zum Filesharing verwendet werden.
      Allerdings ist es eventuell nicht so schlau, da der Desktopklient sich bei jedem Start zuhause meldet und Dropbox im zweifelsfall mit den Behörden kooperieren wird. Sie haben es nicht nötig als Downloadplatform zu fungieren. Und kein gescheiter upper würde dropbox für diese zwecke nutzen.

      Währe die Meldung: „Dropbox vereinfacht Dateifreigabe“ gewesen. Hätte ich ihn gelesen und mich gefreut, davon zu erfahren. Leider reichte die Meldung wohl nicht aus. An dieser Stelle hätte ich mir als Autor gedanken über die Sinnhaftigkeit gemacht: es gibt einen Grund, warum ich manche Dateien nicht in den Public Ordner packe. Dadurch, das jetzt jede Datei öffentlich sein kann geht ein der Überblick ein bisschen verloren

    2. Ganz ruhig Marcel, diese „Artikel“ ist einfach nur ein typischer Donath™.
      Zum Beispiel das hier:
      „Geteilte Ordner gibt es weiterhin, doch waren die bislang die einzige Möglichkeit, mit anderen Anwender Dateien auszutauschen.“
      Totaler Bullshit, denn es gab ja schon immer den Public Ordner! Ausserdem erfordern Sharing Ordner zwingend einen Dropbox-Account!
      Man musste auch die jeweiligen Dateien nicht jedesmal komplett in den Public Ordner kopieren, ein Symlink genügte, aus dem man dann mit etwas händischer Bearbeitung einen Public-Link generieren konnte.
      Natürlich ist das jetzt alles viel bequemer, keine Frage. Aber hier angepriesene angebliche „Neuheiten“, wie das Abspielen von verschiedenen Dateien im Browser (was ist eigentlich der Unterschied zwischen Videos und Filmen, Herr Donath?), gab es schon vorher.
      Und da es somit schon früher möglich war, „urheberrechtlich geschütztes Material weiterzugeben“, ist die Headline „Dropbox verwandelt sich in Megaupload“ schlicht kompletter Unsinn oder eben…ein typischer Donath™. ;)

      PS. Frage in die Runde, lassen sich jetzt aus Symlinks automatisch Public-Links generieren?

  2. Megaupload und Co. funktionierte ja primär dadurch, dass die Uploader Geld für die Downloads bekamen! Ohne diesen Anteil wird das plötzlich super-uninteressant für Warez-Provider.

  3. Doch, das ging schon immer – nämlich über die iPhone App. Hier konnte man jede Datei per Link freigeben, egal in welchem Ordner. Ich hatte mich immer gewundert, warum das in den PC/Mac Varianten nicht ging.

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