26-Jähriger klaut Facebook-Quellcode

hack-facebook

Glenn Steven Mangham hat sich Zugang zu einem Mitarbeiter-Account von Facebook verschafft, den gesamten Quellcode entwendet und dafür 4 Monate hinter Gittern verbracht. Auch nach seiner Freilassung beteuert der 26 jährige weiterhin seine Unschuld. Mangham sieht sich selbst als Opfer - Er wäre lediglich um die Sicherheit bei Facebook besorgt und habe den Code nur entwendet, um in dieser Hinsicht weitere Nachforschungen anstellen zu können. Im Haus seiner Eltern hatte er dazu 2 Wochen damit zugebracht, sich mit Hilfe unzähliger Tools Zugang zu internen Servern des Social-Network-Giganten zu verschaffen, was ihm letzendlich über die Facebook-Programming Challenge gelang. Ausgestattet mit dem Account des Mitarbeiters Stefan Parker, der über ausreichende Berechtigungen verfügte, fand er schließlich den Quellcode und stahl ihn. Wohl aus Angst vor dem blauen Riesen verpasste er allerdings die Gelegenheit, Facebook davon zu unterrichten und blieb so 3 Wochen im Besitz des Codes, bis er schließlich von FBI und britischen Strafverfolgungsbehörden verhaftet wurde - obwohl Facebook laut seiner "White Hat Responsible Disclosure" davon absehen will, rechtliche Schritte einzuleiten, solange bei den Untersuchungen weder Privatsphäre, noch Daten oder der Service selbst beeinträchtigt werden. Glenn verbrachte schließlich 2 Monate im Gefängnis, bevor er auf Kaution und unter Auflagen, die ihm die Nutzung des Internets als auch die Verwendung Internet-fähiger Geräte untersagten, freigelassen.  Im Februar 2012 wurde er schließlich erneut zu 8 Monaten Haft verurteilt, die er aber mittels erfolgreichem Berufungsverfahren auf die Hälfte reduzieren konnte.

YouTube Preview Image

Auf seinem eigenem Blog erklärt der Hacker die Vorkomnisse aus seiner Sicht und beschwert sich zudem über die seiner Meinung nach sehr unfaire Behandlung – ganz speziell von Joe Sullivan, Facebooks Chef in Sachen Sicherheit, der ihn falsch verstanden und öffentlich angegriffen habe. Es bleibt natürlich jedem selbst überlassen, mit welchen Augen er den 26 jährigen sieht. Ob Glenn nun böses vor hatte und sich mit seinen Ausführungen nur geschickt aus der Affäre ziehen wollte oder ob er tatsächlich daran interessiert war, Facebooks Sicherheitsstrukturen zu verbessern, bleibt eines festzuhalten: Ein Diebstahl bleibt eben ein Diebstahl, und bei Kosten die der Bestohlene selbst mit $ 200.000 beziffert, kann mit einer Duldung dessen selbst zu noch so lobenswerten Zwecken kaum gerechnet werden.

[TechCrunch]

Tags :
  1. Also wenn die mich so angepisst hätten, dann wäre der quellcode schon längst bei pastebin und konsorten hochgeladen.
    Finde man sollte so eine gelegenheit nutzen um fb am besten vom netz zu nehmen und nicht deren sicherheit zu verbessern!

    1. Nur das jemand wie du nie im leben auch nur im Ansatz einen kleinen Teil des Quellcodes sehen wird da du anscheinend nicht nachdenkst, wenn du einen auf soooo coolen Hacker gemacht hättest und den Sourcecode bei PB hoch laden würdest hättest du dich noch mehr in die scheiße geritten aber Hauptsache einen auf cool machen wa ;). Vermutlich bist du erst 12 darfst Facebook laut ihrer Richtlinien noch nicht offiziell nutzen und regst dich deshalb so auf hmm :D ….Kinder eben….

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising