Facebook macht Organspenden „social“

Facebook Organ Donor

Mehr als 12.000 Personen warten derzeit auf ein Spenderorgan. Zwar seien laut Bundeszentrale 74 Prozent der Deutschen zu einer Organspende nach ihrem Tod bereit, einen entsprechenden Ausweis besitzen jedoch nur die wenigsten. In den USA sind knapp 40 Prozent der Bevölkerung registrierte Organspender. In Deutschland sterben jährlich knapp 1.000 Menschen wegen fehlender Organspenden - in den USA sind es fast 7.000 Menschen jährlich. Eine Zahl, die Facebook nun senken will.

Wie das Unternehmen heute Morgen bekannt gab, soll es ab sofort möglich sein, auf seiner persönlichen Timeline zu zeigen, ob man Organspender ist und warum man sich dazu entschlossen hat. Die Facebook-Initiative stellt zudem Links bereit, welchen es Freunden und Familienmitgliedern ermöglicht, sich ebenfalls für das Organspendeprogramm anzumelden.

„Durch das Hinzufügen von ,Organspender‘ zu den Lebensereignissen der Timeline, kannst du nun deinen Vorsatz, ein Organspender zu werden, darlegen und mit anderen die Geschichte darüber teilen, wann, wo und wie du dich dazu entschiedenen hast“, erklärt Facebook. Wer noch nicht offiziell als Spender registriert ist, dem werden Links zu regionalen Behörden angeboten.

Um sich als Spender zu deklarieren, muss man ein neues Lebensereignis zu seiner Timeline hinzufügen und dann die Option Organspender aus der Gesundheit & Wellness-Kategorie auswählen. Derzeit ist die Option jedoch nur in den USA und Großbritannien verfügbar. Weitere Länder sollen aber schon bald folgen.

Obwohl das Ganze auf viele zwar wie ein schwerfälliger Versuch wirken mag, noch einen weiteren Aspekt seines persönlichen Lebens öffentlich zu machen, ist es, mit mehreren Hunderttausend Menschen, die aktuell auf ein Spenderorgan warten, ein sehr positiver Schritt in die die richtige Richtung. Mit mehr als 900.000.000 aktiven Mitgliedern finden sich durch die Initiative mit Sicherheit eine ganze Menge neuer Organspender. [Jamie Condliffe / Benjamin Pazdernik]

[via The Next Web]

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