Der Mann, der die Hollywood-Stars hackte

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Mittlerweile tauchen immer mehr Fotos von Hollywood-Stars aus, die aus deren Postfächern stammen und eigentlich nie das Licht der Öffentlichkeit sehen sollten. Chris Chaney, eine der erfolgreichsten Promi-Hacker, wurde kürzlich verhaftet. Die Männerzeitschrift GQ konnte ihn noch vorher interviewen.

Der Artikel zeigt auf, wie Chaney an die Accounts gelangte und was er darin fand. Hier ein kleiner Auszug:

“Chaney fehlte es zwar an technischen Fähigkeiten, aber die machte er durch Ausdauer wett. Die echten E-Mailadressen fand er nur durch Ausprobieren heraus. In einem Worddokument machte er sich eine Liste mit Namen von Promis, die er dann nacheinander in Google Mail in der Reihenfolge Vorname-Nachname eingab. Irgendwann klappte es – aber den Account dann zu knacken war deutlich schwerer. Um ein angeblich verloren gegangenes Passwort zu ergattern, fragen viele Websites die Inhaber der Konten nach vorher festgelegten “Geheimantworten”. Neben dem Mädchennamen der Mutter, dem Geburtsort oder der Name des Haustiers wird vieles abgefragt, was sich im Falle von Promis leicht nachschlagen lässt.”

“Nach einiger Zeit hatte er einige Konten geknackt und konnte die eintreffenden oder gesendeten E-Mails mitlesen. Chaney lebte in dieser Zeit von seiner Mutter und seines Stiefvaters und war arbeitslos. Dadurch hatte er viel Zeit, sich durch die E-Mails zu lesen. Teilweise fand er zur Mittagszeit bis zu 800 E-Mails vor.”

“Chaney bekam außerdem hunderte von Privatfotos zu sehen. Es waren so viele, dass er einen Ordner mit Unterordnern anlegen musste, um die Fotos alphabetisch übersichtlich sortieren zu können. 60 Prozent davon waren Nacktbilder, die meisten davon wurden mit Handys aufgenommen.”

Und es waren nicht alles junge Schauspieler. Eine Schaspielerin Mitte/Ende 40 gehörte auch dazu.
Der Artikel ist wirklich lesenswert. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via GQ Bild: photographerglen/ Creative Commons]

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  1. Da sieht man mal wieder wie sinnlos und unsicher sog. Geheimantworten sind. Ich stelle mir deshalb oft eigene absurde Fragen und beantworte diese mit noch absurderen oder kryptischen Antworten.

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