Schwarzes Loch frisst Stern – so sieht das Spektakel aus

Schwarzes-Loch1

Dieses künstliche Bild zeigt ein 2,7 Milliarden Lichtjahre entferntes schwarzes Loch beim Verschlingen eines Sternes.

Das Bild wurde in Nature neben Fotos, die von dem Galaxy Evolution Explorer der NASA und dem Pan-STARRS1 Teleskop auf dem Haleakala in Hawaii geschossenen wurden, publiziert. Die Daten zum Erstellen der Grafik wurden im Laufe der letzten drei Jahre gesammelt. Das Besondere ist dabei, das Astronomen die galaktische Kollision seit ihrem Beginn beobachten konnten.

Ryan Chornock vom Harvard-Smithsonian Center für Astrophysik sieht darin ein ganz besonderes und seltenes Ereignis. Schwarze Löcher würden ihm zufolge fälschlicherweise als Killermaschinen angesehen. Stattdessen würden sie ein völlig ruhiges Leben führen, bis sich ein Stern zu sehr nähert und gefressen wird.

Dem hier gezeigten Stern fehlt bereits seine äußere Wasserstoffhülle. Er kam dem schwarzen Loch also wohl schon einmal zu nahe. Dieses Mal wird er aber von ihm verschlungen. Während das supermassive schwarze Loch – von der Masse mit dem im Zentrum unserer Galaxie vergleichbar – den Stern einsaugt, stößt es mit hoher Geschwindigkeit Gas aus. [Smithsonian Science]

[Oliver Schwab / Jesus Diaz]

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  1. Soweit ich weiß, stößt ein schwarze Loch gar nichts mehr aus* (nomes est omen) – denn da gibsts so’was wie die Grenzfläche des Ereignishorizonts (manchmal wird auch etwas ungenauer der Schwarzschild-Radius verwendet), innerhalb dessen nichts mehr vom schwarzen Loch wegkommt (keine Masse/Info/Licht/Strahlung – nichts mehr). Also nehme ich an, es war so gemeint, dass der _Stern_ mit hoher Geschwindigkeit Gas ausstößt, während er in seinem Todeskampf in das schwarze Loch hinein gesaugt wird.

    *) ausgenommen die Hawking-Strahlung: DIese ist rein thermisch und im All noch nicht nachgewiesen worden. Wenn es aber wirklich der Nachweis der Hawking-Strahlung war, die hier gesehen wurde, dann würde Steve Hawking endlich seinen lang verdienten Nobelpreis bekommen können.

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