Microsofts SoundWave erkennt Gesten mittels Dopplereffekt

Microsoft Sound Wave

Mit Kinect hat Microsoft eine gewaltige Lawine an Interesse losgetreten, welches nicht nur von Gamern kommt, sondern auch von Computer-Wissenschaftlern, Entwicklern und Künstlern. Mit seinem aktuellen Forschungsprojekt scheint der amerikanische Software-Hersteller noch einen Schritt weitergehen zu wollen und ermöglicht Gestensteuerung nun auch ohne zusätzlicher Hardware.

Dazu benutzt die „SoundWave“ getaufte Technologie lediglich die computerinternen Lautsprecher und Mikrofon sowie einen für den Menschen unhörbaren Ton. Dieser wird, einmal von den Lautsprechern ausgestrahlt, von etwaigen darüber befindlichen Händen reflektiert und anschließend vom Mikrofon und einer speziellen Software analysiert. Je nachdem in welche Richtung man seine Hand bewegt, ändert sich die Frequenz des Tons aufgrund. In der Physik ist dieses Phänomen als Dopplereffekt bekannt.

Die Ergebnisse sind allerdings noch etwas rudimentär. So scheint der Aufwand um beispielsweise bei einer Seite nach oben oder unten zu scrollen noch etwas zu hoch, um im Alltag auch tatsächlich Anwendung zu finden. Aber allein der Fakt, dass es funktioniert ist bereits ziemlich faszinierend.

Natürlich gibt es im derzeitgen Stadium noch einige Schwachstellen und bis die Technologie auch tatsächlich marktreif ist, wird es wohl noch etwas länger dauern. Dennoch ist es beeindruckend und keinesfalls schwer vorstellbar, dass eine weiterentwickelte Version von SoundWave in zukünftigen Laptops Einzug finden wird. [Jamie Condliffe / Benjamin Pazdernik]

[Microsoft via The Verge]

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