Brennstoffzelle lädt Handys bis zu 14 Mal auf

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Eine Firma namens Lilliputian Systems versucht die Wasserstoffzukunft Wirklichkeit werden zu lassen. Ein USB-Ladegerät mit Brennstoffzelle lädt Handys und andere Kleingeräte wieder auf.

Es gibt schon seit langem Backup-Akkus, mit denen leere Handys wieder aufgeladen werden, doch das ist zum einen kein energieeffizienter Weg und zum anderen dauert es einfach sehr lange, bis der Akku des Backupgeräts wieder voll ist. Zudem braucht man dazu eine Steckdose. Letzteres Problem soll das Brennstoffzellen-Ladegerät lösen.

Das Brennstoffzellen-Ladegerät ist ungefähr so groß wie ein Benzinfeuerzeug und wird sogar mit Butan gefüllt, aus dem der notwendige Wasserstoff gewonnen wird. Die Nachfüll-Patronen sollen ein iPhone ungefähr 10 bis 14 Mal aufladen können. Besonders für Reisende ist diese Lösung ideal. Die Brennstoffzelle und die Patronen dürfen mitgenommen werden und sind tausendmal besser als die verzweifelte Suche nach einer Steckdose im Flughafengebäude. [Andrew Liszewski / Andreas Donath]

[Via Lilliputian Systems, Cnet]

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  1. Ich finde das Wort Energieeffizienz bezüglich Backup-Akkus unpassend, da Li-Ion Akkus einen Wirkungsgrad von ca. 90% haben und Brennstoffzellen auf einen Wirkungsgrad von nur etwa 30-40% kommen.

    1. Sieht man das jetzt aber auf das volumen bezogen dann ist es bei der brennstoffzelle effektiver, da dere wasserstoff eine weitaus höhere energiedichte hat als ein akku, sieht man es von der nachladegeschwindigkeit isses auch effizienter^^

    2. Der Strom zum laden der backup-akkus kommt aber auch nicht aus der Wand, der stammt aus Kraftwerken die auch nicht mehr als 45% Wirkungsgrad erreichen, und die Energie muss dann auch noch zwei statt nur einen Akku passieren…

  2. Das is ja praktisch wie wenn man einen mini generator dabei hat, das tolle bei der brennstoffzelle is doch eigentlich dass sie emissionsfrei arbeitet (also schädliche emissionen) was ist denn mit den abfällen?

    1. Das Problem bei diesen Lösungen ist der Tank, der immer wieder neu gekauft (oder befüllt) werden muss. Er ist, wenn er leer ist, letztlich Müll. Natürlich ließe er sich wieder aufarbeiten, doch dann müssten die Hersteller auch noch ein Rückholsystem aufbauen und sich vorher sinnvollerweise auf Standards einigen.

  3. Ich sehe ganz andere Probleme… nix dagen wenn die Zelle mit Butan geladen wird (sehe da auch kein Abfallproblem, oder nur ein kleines. Im Vergleich dazu was wir dem Planeten, den Drittweltländern in Afrika (Litiumberg(raub)bau) und den Arbeitern in China zumuten für einen Li-Ion Gel-Akku herzustellen… von wegen Energieeffizient…. bsp. E-Autos müssten ja ~30 Jahre mit dem selben Akku fahren um Klimaneutral zu sein)

    Aber welcher Flughafen lässt einem schon mit so einer Minibombe in Flieger? Oder in die Wartehalle? Da müss ja gut und gerne ein paar Bar Butan drinnen sein, welches ja auch noch gut brennt….

    1. So ziemlich jeder Flughafen der einen auch mit einem herkömmlichen Feuerzeug in den Flieger oder die Wartehalle lässt. Da das Ding nur etwas größer ist als ein 0815 Gasfeuerzeug, bleibt nach Abzug des Platzes für die Brennstoffzelle und Elektronik, wenn überhaupt, gleich viel Platz für das Butan als in einem Feuerzeug (10ml oder weniger).
      Das Butan steht unter Druck jedoch braucht es nicht mehr als zwei Bar um Butan flüssig zu halten. Jeder Rollstuhlreifen steht unter höherem Druck.

    2. Das mit dem bisschen Butan (der Druck bzw. die Menge ist wesentlich geringer als Sie annehmen) ist kein Problem – weder im Flughafen noch im Flugzeug. Das entspricht der Gefährlichkeit eines Gasfeuerzeugs und die dürfen auch in die Kabine mitgenommen werden. Wobei es da soweit ich weiß Mengenbeschränkungen gibt.

  4. Wirklich ein interessanter Ansatz. Kann ich mir auf langen Reisen ohne Zugang zu Steckdosen sehr gut vorstellen. Preise für Nachfüllpatronen wären gut. Wenn lediglich Butan in diesen enthalten ist, dann dürfte das ganze sehr Preisgünstig werden. Zumindest das Nachfüllen ;)

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