Tapete blockiert WLAN-Funkwellen

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Wissenschaftlern des Instituts Polytechnique Grenoble INP und dem Centre Technique du Papier ist es gelungen, eine derart sinnlose und dennoch interessante Neuheit zu entwickeln, dass man ihr schon fast wieder Sinn zusprechen möchte: Die WLAN undurchlässige Tapete. Ungeachtet der Sinnfreiheit einer solchen Tapete verrichtet das Papier seinen Dienst zumindest unter Einschränkungen den Erwartungen entsprechend. Mittels Silber-Kristallen, die durch Ihre Anordnung auf der Tapete jede erdenkliche WLAN-Frequenz blockieren wird Wireless-Trittbrettfahrern so ein Riegel vorgeschoben - solange Ihr keine Fenster besitzt, denn die bleiben vom Schutz bisher ebenso unberühert, wie der eigene Fußboden. Bis zur für 2013 geplanten Veröffentlichung sollte die zugehörige Fenster-Folie aber fertig sein und unsere kabellosen Netzwerke auch weiterhin durch bereits etabilierte Techniken wie dem guten alten Passwort relativ sicher sein.[Molly Oswaks / Johannes Geissler]

[DVICE via SlashDot]

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  1. So blöd ist die Idee gar nicht. Die Kanäle sind in dicht besidelten gebieten oftmals alle belegt und es kommt zu Störungen. Klar müssten Boden und Fenster auch isoliert werden…

    1. Stimmt, soweit hab ich bisher nicht gedacht – dass das aber als Grund für einen waschechten Tapetenwechsel ausreicht, wage ich mal zu bezweifeln ;)

  2. nun ja für private bauherren etwas „ungeeignet“. Aber so Abschrimende Baustoffe haben durchaus ihre Berechtigung. Gibt z.b. http://www.ks-protect.de Schirmt so ziemlich jede Art von Strahlung ab. Wird dann im Medizinbereich bei so röntgengeräten eingesetzt. Im Privaten bereich wird dagegen voll auf die esoterik Schiene geschlagen.

  3. Also ich verstehe nicht wie man so einen negativen Artikel schreiben kann. Da hat sich der Autor wohl nicht sehr viele Gedanken über das Thema gemacht.

    Hier in München und sicherlich in den meisten anderen Ballungsräumen in denen viele in mehrstöckigen Wohnungen wohnen sind freie WLAN-Kanäle absolute Mangelware. Da wäre es schon sehr erfreulich wenn die fremden WLANs ausgesperrt werden könnten. Die CT hat sich damit übrigens in Ausgabe 4 dieses Jahr ausführlich beschäftigt. Für die Autoren der CT scheint das also nicht ganz so sinnlos zu sein wie für den Autor dieses Artikels.

    Sicherlich ist es jetzt eine Frage ob man dafür neu Tapezieren will, aber wenn man das sowieso vor hat und die blockierende Tapeten nur einen geringen Aufpreis hat ist es dies sicherlich wert. Eine andere Frage ist natürlich wie frequenzabhängig die Tapete blockiert. Mobilfunksignale wollen dann wohl doch nur die wenigsten aussperren.

    Dies Fragen sind dem Autor allerdings keinen Satz wert. Klarer Fall von schlecht recherchiert und noch schlechter geschrieben. Fail!

  4. „Wenn ich die Leute gefragt hätte, was sie sich wünschen, hätten sie gesagt: ‚Schnellere Pferdekutschen.'“ (Henry Ford). Ich denke für Firmen ist das interessant. Passwörter sind die eine Sache, aber nicht vorhandene Signale kann man gar nicht erst knacken. Die werden das bestimmt für gutes Geld verkaufen.

  5. „..eine derart sinnlose…“

    WTF? Über fast jeden anderen Kram hier auf Gizmodo könnte man das schreiben (ich sag nur 1000 verschiedene iphone hüllen), und wo bringt ihr es? In einem der wenigen Artikel wo genau solche eine Aussage total fehl am Platz ist.
    Abschirmung gegen elektromagnetische Wellen sollte nicht nur wegen dem Thema Wlan usw. viel mehr beachtet werden und ist alles andere als „derart sinnlos“…

  6. So, noch mal ganz deutlich, um weitere Missverständnisse zu vermeiden:

    Die Abschirmung eines Raumes kann natürlich durchaus Sinn machen, gerade in Gebieten, in denen mehrere Netzwerke vorhanden sind. Das mir das allerdings erst durch einen Kommentar bewusst wurde, habe ich bereits erklärt. Die Tapete selbst macht aber dennoch kaum Sinn, da weder Boden- noch Fenster-Variante entwickelt, geschweige denn verfügbar sind. Genau genommen ist damit also auch jeder der sinnlosen (wozu auch ein mindestens 600 € teures Gerät schützen…) iPhone Hüllen deutlich mehr Sinn zuzusprechen, als einer Tapete, die ihrer Aufgabe – der Abschirmung eines Raumes – nur bedingt nachkommt.

    1. Schutz für Decken gibt es bereits, ist in Neubauten seit den Siebzigern serienmässig eingebaut (armierter Spannbeton stört das Signal recht gut, deshalb braucht man in Häusern häufig Repeater auf jeder Etage). Auch gibt es bereits Fenster für die Isolierung..
      Einfach nur mal das Natohauptquartier in Brüssel besuchen, dann weiß man, warum es einen hervorragenden Markt für so etwas gibt. Nur kann die Fenster dorch sich ein Normalsterblicher nicht leisten, auch nicht die Abschrimung in den Wänden.
      Kann ich Wände isolieren, ist ein großer Schritt gemacht. Kommen in 2013 die Fenster hinzu, ist ein weiterer Riesenschritt gemacht.

      Und der Nachbar über mir und unter mir kann vielleicht noch etwas mitbekommen, andere Leute aber nicht – die müssen sich Zugang zu den Wohnungen verschaffen!

      Ein geniales Produkt!

  7. Die Tapete ist eine Entwicklung, um kostengünster als bisher in sicherheitsrelevanten Bereichen von Konzernen, Behörden und beim Militär die Abhörung zu unterbinden. Solche High Security Rooms sind i. d. R. fensterlos.

    Das einzig Sinnlose daran ist die Vorstellung dieses Produktes in einem Consumer Blog wie Gismodo.

  8. haters gonna hate.
    ich kannte die tapete noch nicht, will auch keine haben aber ein erwähnenswertes produkt ist es, gerade in einem technik-blog allemal.

    und der johannes hat seinen fehler doch schon eingestanden und damit größe bewiesen. also cool bleiben, schwamm drüber oder selber besser machen.

  9. Alles schön und gut, aber sehr kosten- und arbeitsintensiv. Über meinen Internetshop könnt Ihr 3 Meter abhörsicheres W-L-Kabel für nur 99,- € bestellen.

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