Wie London zum Austragungsort für die Olympischen Spiele 2012 wurde

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Als es 2005 darum ging, wo die Olympischen Spiele 2012 austragen werden sollen, hat sich London ziemlich ins Zeug gelegt und den harten Kampf schließlich gewonnen. Denn es liegt den Briten wohl sehr viel daran, die Auserwählten zu sein. Es war ihnen sogar so wichtig, dass sie nicht davor zurückschreckten, die städtischen Ampeln Londons zu manipulieren, damit das IOC-Komitee nicht im Verkehr stecken bleibt.

Die Beamten des Komitees wussten über das Londoner Verkehrsnetz bestens Bescheid und sahen dies als einen negativen Aspekt bei der Bewerbung der Stadt. „Unser absoluter Albtraum waren die ewigen Wartezeiten, bis sie die Veranstaltungsorte endlich erreichen konnten“, erinnerte sich Mills. Ein extra dafür zuständiges Team hat dann bestimmte Routen für die IOC-Mitglieder ausgearbeitet und jedes von deren Autos mit einem GPS-Gerät versehen, damit sie in der Stadt gefunden werden konnten. Von dem „London Traffic Control Center“ in der Nähe der Victoria Station aus wurde der Weg der Autos mit Kameras mitverfolgt, und sobald eine Ampel in Sicht war, wurde diese im Handumdrehen auf Grün gestellt.

Es hat tatsächlich funktioniert. London ist der Austragungsort der Spiele geworden. Anscheinend gab es die meisten Diskussionen eher über Themen wie giftige Raupenfahrzeuge und Raketenwerfer auf Dächern. Und die „Vanity Fair“ wundert sich nun, ob London es sich wirklich leisten kann, die Spiele auszutragen. Aber das ist alles nebensächlich. Für uns reicht es zu wissen, dass London sogar den Verkehr lahmlegen würde, um an erster Stelle zu sein, natürlich im Sinne des Wettbewerbs. [Kyle Wagner/Helene Gunin]

[via Vanity Fair]

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  1. es wäre naiv, zu glauben das ampeln das einzige waren was manipuliert wurde.
    bestimmt gab es hier und da noch einen schwarzen koffer für entscheidungsträger.

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