Das am längsten weilende Experiment der Welt

Pechtropfenexperiment

Dies ist Professor John Mainstone der University of Queensland in Brisbane. Er ist der Hüter des am längsten laufenden wissenschaftlichen Experiments der Welt.

Das Ziel des Experiments: Es soll gezeigt werden, dass Pech – zwar etwa 230 Milliarden mal dickflüssiger als Wasser – aber tatsächlich eine Flüssigkeit ist.

Das Experiment wurde 1927 von Thomas Parnell gestartet, dem ersten Professor für Physik an der University of Queensland.

Das Pech wurde erwärmt, in einen Glastrichter gefüllt und der Trichter unten verschlossen. Anschließend ließ man ihm drei Jahre Zeit, sich zu setzen, bevor 1930 der Trichter wieder geöffnet wurde. Von da an wurde aufgezeichnet, wann Tropfen fallen. Das Pech wird dabei unter ganz normalen Bedingungen aufbewahrt, seine Tropfrate variiert damit mit den saisonalen Temperaturänderungen.

Das bisherige Ergebnis: Das Pech ließ acht Tropfen entweichen. Parnell durfte dreien dieser Tropen beiwohnen, bevor er in den 60er Jahren verstarb. Danach übernahm Professor Mainstone, der allerdings nicht so viel Glück bei der Beobachtung hatte: Er hat bisher alle fünf Tropfvorgänge während seiner Wächtertätigkeit verpasst.

Nun wartet er auf den neunten Tropfen des Experiments, der dieses oder nächstes Jahr herunterfallen soll. [The Pitch Drop Experiment und Wikipedia via Daily Mail]

[Oliver Schwab / Jesus Diaz]

Tags :
  1. Wieso läuft das Experiment dann noch weiter?
    Pech ist eine Flüssigkeit, das wurde doch schon beim 1. Tropfen bewiesen!
    Oder warten die dadrauf, dass Pech eventuell plötzlich Gasförmig wird?

  2. Falsch! Das am längsten weilende Experiment der Welt nennt sich “Erde”. Bewiesen werden soll, ob es einen Sinn des Lebens gibt oder nicht.

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