Lunar X Prize: Roboter Asimov soll mit autonomen Navigationssystem den Mond erobern

Asimov

Wer bis zum 31. Dezember 2014 einen selbstgebastelte Rover auf den Mond bringt und damit einen halben Kilometer zurück legt, gewinnt 20 Millionen US-Dollar, wer es bis Ende 2015 schafft, kann immerhin noch 15 Millionen US-Dollar abstauben – so die Bedingungen des des Lunar X Prize. Das Raumfahrtteam Part Time Scientists hat den Roboter Asimov ins Rennen geschickt und dafür das erste autonome Navigationssystem entwickelt.

Auf der von NVIDIA veranstalteten „GPU Technology Conference“ (GTC) hat Part Time Scientists den Mondrover „Asimov“ vorgestellt. Der Mondrover soll nach Angaben seiner Schöpfer nicht nur 500 Meter sondern gleich ganze 5 Kilometer auf dem Mond zurücklegen.

Damit sich der Roboter in seiner Umgebung zurecht findet, ist er mit GPUs ausgestattet, die ihre Energie via Solarzellen beziehen: „Da es auf dem Mond bekanntlich kein GPS gibt, ist es wichtig, dass Asimov sich selbständig orientieren und unbekanntes Terrain sicher erkunden kann.“ so der PTS-Teamchef Robert Böhme. Dazu wird der Asimov eine Stereokamera an Bord haben, die ihm alle nötigen Daten zur Berechnung der Eigenbewegung und der Erstellung eines 2,5-dimensionalen Umgebungsmodells liefert. Anhand dieser Informationen wird der Rover einen sicheren Weg über den Mondboden ermitteln. Derzeit befindet sich Asimov meist im Labor, um den Gang durch die Kraterlandschaft zu üben.

Der Asimov soll in der Nähe der Apollo 17-Fähre landen. Um den Rover auf den Mond zu schicken soll eine ausrangierte russische Atomrakete herhalten. Der genaue Starttermin und die exakten Zielkoordinaten sind noch nicht bekannt.

Der Google Lunar X PRIZE wurde bereits 2007 von der X PRIZE Foundation ausgeschrieben. Ziel des Wettbewerbs ist es, eine zu neunzig Prozent privat finanzierte Mondmission zu absolvieren. Seit der Ausschreibung arbeiten 26 Teams aus 16 Ländern emsig an ihren Projekten. Gegen den Asimov werden unter anderem die spinnenförmige Sonde Amalia und eine Kugel mit Raketenantrieb eines rumänischen Teams antreten.

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  1. Ich bin mal gespannt, wie das ausgeht. Was ich bisher vom Projekt gesehen habe ist auf jeden Fall viel versprechend.
    *Daumen drück*

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