Selbstständig fahrende Autos: Volvos Kolonentest auf öffentlichen Straßen

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Das SARTRE Projekt (Safe Road Trains for the Environment) wurde erstmals im normalen Alltagsverkehr getestet – mit Erfolg. In dem Test folgten drei fahrerlose Autos dem Führungsfahrzeug mit einer Geschwindigkeit von bis zu 90 km/h. Lesen während dem Autofahren sollte also bald kein Problem mehr sein.

Die Fahrzeuge legten über 200 Kilometer auf Autobahnen und Landstraßen zurück. Die Fahrzeuge ohne eigenen Fahrer waren dabei via Sensoren miteinander und mit dem Führungswagen verbunden. So können die Fahrzeuge einen konstanten Abstand zueinander halten. Dank Fahrerassistenzsystemen lenken, bremsen und beschleunigen die Autos selbstständig.

Ein Passagier in einem autonom fahrenden Auto kann nahezu untätig in einem Fahrzeug sitzen, Arbeiten erledigen oder sich einfach entspannt zurücklegen. Von dem Projekt erhoffen sich die Projektleiter eine Möglichkeit zu finden, künftig den Verkehrsfluss zu verbessern, Fahrzeiten zu verkürzen und Unfälle zu verhindern.

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[Via:Gizmag]

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  1. Ich frage mich, wie das von Seiten der Versicherung durchkommen soll? Gerade in den USA? Wenn man nicht mehr selber lenkt, beschleunigt und bremst, wer ist dann an einem Unfall schuld? Der Autohersteller? Und darf man dann auch wieder betrunken hinters Steuer? Was man auf dem Video auf jeden Fall sieht, ist, dass der auf menschliche Reaktionszeit errechnete Sicherheitsabstand ziemlich unterschritten ist. Und im Falle eines Ausfalls der Autopiloten eh keine Chance mehr ist zu reagieren.

  2. Das gleiche habe ich mich auch schon beim Thema ‚automatisches parken‘ gedacht. Wer haftet, wenn es dabei einen Parkrempler gibt, z.B. wenn falsch gelenkt wird?

    1. Ah, hab noch ne Vision: Blitzeis, Führungsfahrzeug kommt trotz ABS SK ZDF und IHK ins Schleudern und trudelt in Schlangenlinien durch die Gegend und 20 synchronisierte Volvos trudeln wie an einer Perlenkette hinterher – aber immer im akuraten und gleichbleibendem Abstand ;-)

    2. Beim einparken ist die Versicherungsfrage geklärt indem der Autofahrer manuell Gas und bremse betätigen muss. Nur das lenken übernimmt das Fahrzeug. Bist also immer noch selbst schuld wenn du ne schramme rein machst.

  3. Was passiert eigentlich, wenn die Kolonne durch – sagen wir eine rote Ampel – getrennt wird. Muss ich als Fahrer dann aus meinem Schönheitsschlaf raus von 0 auf 100 sofort wieder übernehmen?
    Oder anderes Szenario: jemand setzt zum Überholen einer Kolonne von sagen wir 10 Wagen an. Nach Wagen 4 bemerkt er, daß Gegenverkehr kommt und will rechts einscheren. Macht ihm die Kolonne Platz? Und ist die Kette dann zerrissen und der Fahrer des abgeschnittene Kolonnenteils muss wieder übernehmen?
    Ich glaube, daß funktioniert erst wenn Autos auch ohne Kolonne automatisch fahren können.

    1. Es geht ja erst mal darum, dieses Prinzip auf mehrspurigen Straßen zu etablieren. Ich fuhr zu Beginn des letzten Jahres einen Volvo als Mietwagen und konnte mir Teile dieses Programms damals in Realität ansehen. Diese sind aber nichts besonderes, sondern auch bei anderen Herstellern schon bekannt und im Einsatz. Ich spreche hier von automatischem Abstandshalter gepaart mit Tempomat und Spurwechselwarner.

      Wenn man allein diese Systeme sieht ist es mit dem autonomen Fahren nicht mehr lange hin. Ich habe auf der Strecke von Aschaffenburg nach München nur gelenkt, aber nur selten ein Pedal berührt. Selbst in der Stadt hat der Wagen bis fast zum Stillstand abgebremst und auch wieder beschlunigt, sobald der Vordermann Gas gegeben hat.

  4. Ich verstehe die ganzen Kommentare nicht, die ein eindeutig negative Grundstimmung haben. Hier geht es doch um Forschung. Und die ganzen Fragen und Probleme die dabei zu sehen sind, werden die Forscher eben auch berücksichtigen. Letztendlich wird es (hoffentlich) in 15-30 Jahren möglich sein per Smartphone ein Auto anzufordern, sich von diesem Auto automatisch irgendwo hinfahren lassen – und fertig. So könnten die Autos insgesamt deutlich reduziert werden, die Schadstoffe auch. Dann ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Automobil. Forschung kann sich doch nicht von jedem kleinen Problemchen aufhalten lassen. Sicher wird es auch, wie bei jeder anderen technischen Entwicklung, entsprechende Gesetze und Haftungsfragen geben. Wie ist das eigentlich, wenn ein Geldautomat statt eines Bankangestellten den Kunden das Geld ausgibt? Was ist wenn sich der Automat verzählt??? Wer haftet dann? ….Solche Fragen wurden sicher auch gestellt, als man an den ersten Geldautomaten bzw. an deren Forschung war. Ich hoffe sehr, dass „automatische Taxis“ kommen werden. Man braucht nur die jeweilige Nutzung zahlen, keine Garage mehr, kein nichts. Und man kann sogar sicher von jeder Feier nach Hause kommen ohne einen anderen Fahrer zu brauchen oder einen Führerschein. Lasst den Forschern Zeit, den Gesetzgebern auch. Zukunft ließ sich noch nie aufhalten. Und das ist auch gut so.

    1. Wenn ich nicht selber fahren will oder beim Fahren lesen möchte, kann ich mir auch heute schon einen Bus oder Zug nehmen oder ein Taxi rufen (deren Betreiber bei Unfällen dafür haften;-). Macht es für in 15-30 Jahren nicht mehr Sinn, keine 5 Volvos automatisch hinter einander herfahren zu lassen sondern auf eine bessere Schienen- und Bus Logistik zu hoffen? Für Volvo natürlich nicht.

    2. ich geb dir recht, daher habe ich auch geschrieben, daß das Prinzip erst funktionieren kann, wenn Autos auch ohne Kolonne autark fahren können. Aber diese Wagen sind bereits heute auf nicht abgesperrten Straßen unterwegs – und dort können die von mir angesprochenen Probleme bereits auftreten. Kein generelles Forschungs-Bashing, nur Interesse!

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