Alzheimer-Medikament soll Kaufsüchtige heilen

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Wer krankhaft kaufsüchtig ist, könnte bald Hilfe erhalten. Neuesten Forschungen zur Folge könnte ein Medikament, das eigentlich zur Behandlung von Alzheimer gedacht ist, auch Menschen helfen, die kaufsüchtig sind.

Kaufsucht ist eine Zwangsstörung, die sich beim ersten Hinhören durchaus lustig anhört. Die Betroffenen häufen jedoch oft riesige Schuldenberge an. Bislang suchten die Forscher vergeblich nach einer effektiven Behandlungsmöglichkeit.

Ein Forscherteam der Universität Minnesota probierte jetzt ein Alzheimer-Medikament namens Memantine in kleinen klinischen Tests an Kaufsüchtigen aus. Das Medikament wirkt auf eine chemische Substanz namens Glutaminsäure, die im Gehirnstoffwechsel gefunden werden kann und die im Verdacht steht, an der Entwicklung von Demenz und Zwangsstörungen beteiligt zu sein.

Die Resultate sind vielversprechend. Die Medikamentation kann die Symptome zwar nicht vollständig beseitigen aber immerhin halbieren. Bei der Kaufsucht maß man diesen Faktor schlichtweg an der Zeit und den Geldbeträgen, die die Betroffenen nach der Behandlung aufwendeten, um ihre Sucht zu befriedigen. Die Resultate wurden in der medizinischen Fachpublikation Annals of Clinical Psychiatry veröffentlicht. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via Annals of Clincial Psychiatry, Telegraph]

[Bild: Tim Parkinson / (CC BY 2.0)]

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