Videokamera Red Epic macht genauso gute Fotos wie eine Hasselblad

original

Die Website Fstoppers hat die Red Epic-Videokamera gegen die High-End-Digitalkamera Hasselblad H3D-22 antreten lassen. Dabei wurden Standbilder der digitalen Videokamera mit den Fotos der Hasselblad verglichen. Das Resultat ist verblüffend und zeigt, dass Digitalkameras irgendwann durch Videokameras ersetzt werden.

Portraitfotograf Peter Hurley verwendete die Videokamera und die Standbildkamera, um Fotos einer jungen Dame aufzunehmen. Hurley war überrascht, als er die Fotos der Red Epic mit 14 Megapixeln und 24-Bit-Farbtiefe am Bildschirm sah und sie mit der 22-Megapixel-Hasselblad verglich. Er konnte kaum einen Unterschied feststellen. Zwar gab es geringe Differenzen bei der Schärfentiefe und der Farbgenauigkeit, die sein trainiertes Auge erkannten, aber für den professionellen Einsatz gab es keinen Qualitätsunterschied zwischen den Geräten. Die Red Epic kostet allerdings mit Objektiv auch gleich die Kleinigkeit von 80.000 US-Dollar (rund 64.000 Euro).

Sollten Videokameras auf diese Weise Digitalkameras ersetzen, müsste der Fotograf unter hunderten von Bildern pro Filmsequenz das beste heraussuchen. Hurley hatte send liebe Mühe damit, war aber letztlich begeistert von den Möglichkeiten, aus 7.000 Fotos auswählen zu können.

Was meint ihr – Überwiegen bei dieser Aufnahmetechnik die Vor- oder die Nachteile? [Andrew Liszewski / Andreas Donath]

[Via Fstoppers, Coudal]

[Bilder: Peter Hurley / Fstoppers]

YouTube Preview Image
Tags :
  1. Werden die Hasselblads nicht auch wegen der hohen Auflösung gekauft (wichtig z.B. für Plakate)? Die Epic hat ja “nur” 14Mpix.

    Ich denke der Herr Hurley hätte Videoschnappschüsse erstellen sollen, statt kontinuierlich zu drehen – das war ja scheinbar sein einziger Kritikpunkt – dass sich der Workflow verlängert, weil mehr Bilder gesichtet werden müssen.

    Ich denke auch, dass auch erschwingliche Kameras bald RAW Video aufnehmen können und entsprechenden Nachbearbeitungsspielraum bieten werden. Canon hatte ja 2010 bereits seine “Wonder Camera” präsentiert, die einen Ausblick auf die Zukunft zulässt.
    http://gizmodo.com/5580300/canons-camera-of-the-future

    1. gut, 14 Megapixel sind natürlich nicht so viel wie 22 von der Hasselblad, aber dennoch lässt sich damit etwas anfangen. Für Plakate, an die man üblicherweise nicht nahe heran geht reicht das aus, aber für Kataloge oder gar Kunstdrucke ist das eben nicht sehr viel, da haben Sie schon recht.

      Videoschnappschüsse – die Epic dreht nun einmal mit einer einstellbaren Bildrate Videos, die man dann in Einzelbilder zerlegen kann.

  2. ich bin ja nun fotograf und immer sehr gespannt auf die neusten Beiträge hier …

    naja …

    jedenfalls steckt in dem artikel ein kleiner denkfehler. 14mp von red epic sind eine tolle sache. 60, 90 oder 220mp von hasselblad aber auch.

    was entscheident ist sind die dpi zahlen. da bringt es eben eine hasselblad auf 90mp mit 300 dpi und die red epic eben nur auf 72 dpi.

    und der andere punkt ist – raw bilder im video sind nahezu unmöglich – noch für eine sehr lange zeit.
    bei einem raw bild wird von jedem pixel die farbinformation abgespeicher. zuerst in schwarz/weiß und dann noch der farbwert. das sind bei zum beispiel bei dem phaseone back mit 90mp eine raw datei mit 160mb. aus dem raw dann eine tiff zu entwickeln bringt die datei dann auf 450mb.

    ein jpeg in schlechter auflösung sind um die 60mb.
    sprich eine sekunde video mit 120frames wären 7,2 gb in der sekunde. solch ein datenaufkommen schafft noch kein kabel und noch keine software.

    bei 14mp in raw haben wir etwa 25mb pro bild. mit 120 frames sind das am ende 960mb die sekunde sind das 3gb. könnte technologisch bald soweit sein. aber stellt euch mal die datenmenge bei einem 3 minuten film vor. …. 540gb.

    ach ja … man sollte beim kauf auch gleich mal nach einem rechenzentrum wegen dem rendern ausschau halten ;)

    1. Zu dem Hinweis “Rohdaten” folgende Anmerkung. Die Epic nimmt tatsächlich Rohdaten auf, komprimiert sie aber verlustlos. Im Video kann man auch kurz den Hinweis des Fotografen auf die Rohdatenfähigkeit hören, ungefähr bei 1:52. “It’s all RAW”.

  3. Also der Vergleich ist vollkommen substanzlos, weder ist eine veraltetet Digitalkamera von Interesse noch ein 80.000 US-Dollar Camcorder der schnöde 14MP knipsen kann und damit von einer billig 600 Euro Nikon D3200 drastisch deklassiert wird.

    Zeitgemäßen Entwicklungen machen deutlich, dass für 3500 Euro eine moderne High-End Hybrid Lösung möglich ist. Der 24MP Vollformatsensor Camcorder (Sony NEX-VG900) zeigt wo der Hammer hängt:

    http://www.colorfoto.de/news/nex-vg900-sony-stellt-ersten-camcorder-mit-vollformatsensor-vor-1352957.html

    Anyway, danke für die gut verpackte Red Epic Werbung. ;-))

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising