Die acht billigsten Computer der Welt

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Computer sind heute preiswerte denn je. Dabei denken die Meisten sicherlich an eine Preisspanne von 300 bis 500 Euro. Es gibt aber noch deutlich preiswertere Modelle, auch im Tablet-Bereich. Wir haben acht der günstigsten Rechner der Welt gefunden und stellen sie euch vor.

Als die PC-Ära Anfang der 80er Jahre anbrach, konnte man nur mit viel Glück Rechner unter 2.500 Euro bekommen. Heute kann man Rechner, die hundertmal schneller sind als die Boliden von damals schon unter 350 Euro bekommen. Aber auch dieser Preis ist für viele Menschen auf der Welt absolut unerschwinglich. Eine neue Generation extrem preisgünstiger Tablets, Rechnern im USB-Stickformat und Miniatur-Motherboards schicken sich nun die Welt zu erobern. Sie kosten teilweise weniger als 15 bis 20 Euro.

Raspberry Pi (25 US-Dollar/20 Euro)


Der Raspberry Pi trägt nicht nur einen niedlichen Namen sondern beherbergt in seinem Gehäuse einen Single-Board-Rechner, auf dem sogar Quake III läuft. Außerdem können mit dem Gerät Full-HD-Videos über HDMI abgespielt werden. Das Gerät wurde in Großbritannien entwickelt und sollte ursprünglich dazu dienen, den Computerunterricht in dern Schulen zu verbessern. Mittlerweile gibt es zwei Versionen des Raspberry Pi für 25 und 35 US-Dollar.

DataWind Ubislate 7 (60 US-Dollar/ 50 Euro)


Ende letzten Jahres kündigte Indien an, dass man den preiswertesten Tablet-PC der Welt herstellen wolle. Er sollte für Studenten geeignet sein und 35 US-Dollar kosten. Im Handel sollte der Preis bei 60 US-Dollar liegen. Der Aakash (Datawind Ubislate 7 als Handelsname) beherbergt eine Connexant CPU mit 366 MHz , 256 MB RAM und 2GB Speicherplatz, der über eine microSD-Karte erweitert werden kann. Statt eines kapazitativen Touchscreens wurde ein 7 Zoll großes, resistives Modell eingebaut. Der Rechner läuft mit Android 2.2 und bietet zugriff auf den Getjar-Market und nicht auf den Android-Market von Google. Die Akkulaufzeit liegt bei nur 3 Stunden.

Aakash 2 (40 US-Dollar/ 32 Euro)


Der Aakash-Tablet-PC ist für Kinder gemacht und basiert ebenfalls auf dem Datawind Ubislate. Dafür wurde beim Aakash 2 ein 7 Zoll gro0er, kapazitativer Touchscreen sowie ein auf 700 MHz getakteter ARM Cortex-A8 Prozessor und ein Akku mit 3200 mAh eingebaut. Der Aakash 2 soll mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich laufen und kann auf den Android Market zugreifen. Neben WLAN ist auch GPRS an Bord.

Mele A1000 (70 US-Dollar/ 55 Euro)


Der Raspberry Pi inspierierte eine Reihe von Nachhamern, ähnliche Produkte auf den Markt zu bringen. Diese daumengroßen Rechner sind preiswert zu fertigen und lassen sich mit Linux betreiben. In diese Reihe passt auch der relativ neue Mele A1000. Er ist für ungefähr 70 US-Dollar erhältlich und läuft sowohl mit Android 2.3 als auch mit Ubuntu Linux. Der ARM-basierte Allwinner A10 und ein 1,2 GHz schneller Cortex A8 ARM-Core-Prozessor sowie der Grafikkern MALI400MP OpenGL ES 2.0 sind integriert. Der Mele A1000 kann an einen Fernseher angeschlossen werden, besitzt einen SD-Speicherschacht und USB-Anschlüsse sowie SATA und Ethernet.

MK802 (74 US-Dollar/ 60 Euro)


Der MK802 sitzt in einem Gehäuse, das an einen USB-Stick erinnert. Im Inneren arbeitet ein auf 1.5 GHz getaketer Allwinner A10 Prozessor, 512 MB RAM, 4 GB Speicher. Der Rechner läuft mit Android 4.0 und misst 8,9 x 3,6 x 1,3 cm. Wer sich für den FXITech Cotton Candy interessiert, aber von dessen Preis von 200 US-Dollar abegschreckt wird, sollte sich den MK802 als Alternative ansehen. Man sollte allerdings so fair sein, und auf die bessere Hardwareausstattung des Cotton Candy hinweise. Der USB-Stick-Computer ist mit einem 1,2 GHz Samsung Exynos-Dual-Core-Prozessor ausgestattet.

Intel NUC (mehr als 100 US-Dollar)


Über Intels NUC („Next Unit of Computing“) gibt es offiziell noch keine Preisinformationen. Das Gerät soll in der zweiten Jahreshälfte 2012 auf den Markt kommen. Im Inneren der 10 x 10 cm großen Box kann wahlweise ein Intel Core i3 oder Core i5 Sandy Bridge betrieben werden. Dazu kommen Thunderbolt, HDMI und USB. Als Grafik kommt Intels HD 3000 an Bord.

Aionol Novo 7 (120 US-Dollar / 100 Euro)


Normalerweise kann man ganz klar sagen, dass ein 100-Euro Android-Tablet schrott ist, aber der Ainol Novo 7 ist eine Ausnahme davon. Sein 1024×600 Pixel auflösendes IPS-Display, 8GB Flash-Speicher (ausbaubar um 16 GByte mit einer MicroSD-Karte) sowie WLAN 802.11 b/g/n und der 1,2-GHz ARM Cortex Prozessor hören sich sehr gut an. Dazu kommt Android 4.0 Ice Cream Sandwich. Die Akkulaufzeit wird mit 8 Stunden spezifiziert.

VIA APC 8750 (50 US-Dollar/ 40 Euro)


Wem ein offen sichtbares Motherboard nicht stört, kann sich den PC von VIA Technologies ansehen. Der APC 8750 könnte durchaus als Alternative zum Raspberry Pi durchgehen. Er benötigt eine Standfläche von gerade einmal 17 x 8,5 cm und kann direkt in einen Fernseher oder ein Display eingesteckt werden. Wer will, kann natürlich ein Gehäuse dafü besorgen (Mini-ITX oder microATX). Auf dem Gerät läuft Android 2.3. Ein 800-MHz-Prozessor, 512MB RAM und 2GB NAND-Flash sowie VGA und HDMI bilden die technische Grundausstattung. Dazu kommen vier USB 2.0 Anschlüsse sowie ein microSD-Slot.

[Davey Alba / Andreas Donath]

[Via Laptop Mag]

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  1. Gute Liste, über die Mk usbstick-PCs wusste ich noch gar nichts, danke :)
    Bei dem Raspberry Pi ist allerdings zu beachten, dass die Preise ohne Mehrwertsteuer sind, also kostet das Gerät um die 30€, ich habe mit Versand 39€ bezahlt, aber immer noch vollkommen im perfekten Preisrahmen ;)

    1. Ok, ich habe die US- nur in Europreise umgerechnet, aber Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und Versandkosten wurden dabei nicht aufgeschlagen. Bei der Einfuhrumsatzsteuer ist da das ja noch mit 19 Prozent leicht aufzuschlagen, doch spätestens bei den Versandkosten wird es schwer, weil jeder Hersteller bzw. Versender hier eine andere Kalkulation fährt.

  2. Jetzt gibt es den Raspberry Pi auf Amazon.de für 40€.
    Man muss allerdings keine Versandkosten bezahlen und die Lieferung geht schnell.

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