Macs und PCs liefern unterschiedlich aussehende Gehirnscans

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Ein Forscherteam aus Maastricht und Limburg hat festgestellt, dass eine wichtige Analysesoftware für medizinische Bilder des Gehirns unterschiedliche Ergebnisse liefert – je nachdem ob sie auf einem Mac oder einem PC läuft.

Das Team analysierte die Daten von 30 Gehirnscans mit dem Programmpaket FreeSurfer, womit in der Regel die Größe verschiedener Hirnbereiche gemessen wird.

Die Software wurde auf PCs und verschiedenen Mac OS Versionen getestet. In Bezug auf die Größe verschiedener Hirnregionen kamen nicht nur zwischen PC und Mac, sondern auch zwischen unterschiedlichen Mac OS Versionen andere Ergebnisse heraus.

Diese Unterschiede bewegen sich in einer Spanne von 2 bis 5 Prozent, im parahippocampalen und entorhinalen Cortex lagen die Ergebnisse sogar bis zu 15 Prozent auseinander.

Warum dieses Problem auftritt, ist leider nicht bekannt. Es zeigt aber, dass unterschiedliche Krankenhäuser aufgrund unterschiedlicher Ergebnisse unterschiedliche Behandlungsmethoden beschließen könnten. Und ein Krankhaus nach einem Update des Betriebssystems ebenso. [PloS One via NeuroSkeptic]

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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  1. Das ist nicht wirklich was neues. WIr nutzen Windows PC´s und haben teilweise durch den umschwung von XP auf windows 7 Massive Ergebnis unterschiede in verschiedenen Softwaren . Beispiel Excel, hier sind starke rundungs unterschiede die andere ergebnisse zeigen.

    Also NICHTS neues. Warum ausgerechnet Amis sowas wieder verwundert, verwundert eher mich.

    1. deine rundungsfehler bewegen sich ein paar stellen nach dem komma und soweit ich weiss kann man sogar per einstellung diese differenz beheben.

      15% ist schon eine andere kategorie.

  2. was sind denn das für grottige entwickler. für die sollte es doch ein leichtes sein heruaszufinden wo die unterschiede herkommen

  3. Diese Unterschiede sind größtenteils auf den verwendeten Prozessor zurückzuführen. Gebrochene Zahlen werden im PC meistens gerundet dargestellt. Unterschiede entstehen also nur wenn den Entwicklern geringe Unterschiede egal oder nicht bewusst sind. Das ist absolutes Basiswissen eines jeden Informatikers.

    1. Ja ne is klar, die Genaugikeit der nachkommastellen ist nicht ewig und evtl auch Prozessorabhängig. aber erstesn geht es bei 15% Fehlberechnung nicht um diese Milliardsten Unterschiede und zweitens kann man wenn man dessen problem bewusst ist, das programmiertechnisch normieren. Gibt genug Firmen die multi-Platform Software rausbringen wo auf jedem System egal welche CPU dahintersteht auf die x-te Stelle alles gleich berechnet wird. wäre ja lustig wenn das nicht ginge.

      1. Wenn das angewendete Verfahren nicht numerisch stabil ist, dann kommt es häufiger zu solchen Problemen. Stell dir gigantische (!) Gleichungssysteme vor, bei denen winzige (!) Fehler einfach explodieren.

        Ist einfach schlecht programmiert ….

        #Lineare Algebra
        #Numerik

    2. Macs basieren schon seit längerer Zeit auf der „normalen“ Intel Architektur. Deshalb ist es auch kein Problem Windows auf einem Mac aufzuspielen ohne Leistungsverluste durch unausgereifte Treiber oder sonstiges zu haben, wie es früher mal war.
      Es liegt also definitiv am Betriebssystem und nicht an der Hardware. Sonst gäb es auch keine Unterschiede zwischen unterschiedlichen Mac OS Versionen.

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