Sexualstraftäter am Pranger: US-Staat verpflichtet Triebtäter zum Outing in den sozialen Netzwerken

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„Darf ich mich vorstellen? Müller, mehrfacher Vergewaltiger“ – so oder so ähnlich könnten demnächst einige Profiltexte auf Facebook und Twitter lauten. Laut einem neuen Gesetz werden verurteilte Sexualstraftäter aus dem US-Bundesstaat Louisiana nämlich bald gezwungen, ihre Vorstrafen in den sozialen Netzwerken zu beichten.

In Louisiana ist die öffentliche Bekanntgabe sexueller Delikte keine Seltenheit. Wie in vielen anderen US-Bundesstaaten müssen Sexualstraftäter nach ihrer Haftentlassung ihre neue Nachbarschaft über ihre Straftaten informieren. Nun wird diese Praxis auf die sozialen Netzwerke ausgeweitet.

Ziel des neuen Gesetzes ist es, Triebtäter von Plattformen wie Facebook und Twitter fernzuhalten und damit die Suche nach potentiellen Opfern in den sozialen Netzwerken unmöglich zu machen. Vorbestrafte Nutzer müssen sich deshalb nicht nur detailliert zu ihren Verbrechen bekennen, sondern auch eine aktuelle Personenbeschreibung und Angaben zu ihrem aktuellen Wohnort liefern.

Das neue Gesetz wurde bereits von dem Gouverneur Bobby Jindal unterzeichnet und wird ab dem 01. August in Kraft treten. Sexualverbrecher, die das neue Gesetz umgehen, müssen mit zwei bis zehn Jahren Haft und einer Geldstrafe von 1.000 Dollar rechnen.

[Via. cnet.com]

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    1. Es geht hier doch um bereits verurteilte Straftäter, die wieder auf freiem Fuß sind ;-)

      Und ich finde das sollten sie nicht nur in dem Bundesstaat machen, sondern Weltweit einführen, damit diese Drecksäcke keine Chance haben neue Opfer zu finden.

    1. Man sollte mal bedenken, dass nach eigenem Recht der Staat der einen Täter fehlverurteilt und dem Gesetz entsprechend tötet zum Mörder wird. Demgemäß müsste dieser sich dann selber töten… im Klartext für all die Schnellschiesser hier: Ein Fehlurteil kann bei Tötung, Kastration etc. nicht im Ansatz “wieder gut gemacht werden”. Und wie schnell falsche Urteile aufkommen kennen wir ja nun ausreichend. Und kommt mir jetzt nicht mit “dann halt nur in den ganz klaren Fällen”, das sind sie selten genug.

      1. Und wie bitte möchtest du ein solches Zwangsouting aufgrund eines Fehlurteils“wieder gut machen”? Das ist genauso unmöglich – selbst wenn es nur in der Nachbarschaft geschieht (und seien wir mal ehrlich, in der heutigen Zeit findet es selbst dann den Weg ins Web). Dass es die Resozialisierung eines verurteilten Täters, der seine Fehler eingesehen und sich geändert hat, ziemlich erschwert, wenn nicht gar unmöglich macht, davon möchte ich hier gar nicht anfangen.

      2. @Librarian:
        Generell kann man Fehlurteile nicht so ohne weiteres wieder gut machen, bei Todesstrafen oder Verstümmelungen ist die Einseitigkeit aber entsprechend verheerender. Allerdings habe ich mich mit meiner ablehnenden Haltung diesen gegenüber noch keineswegs “für” das Outing ausgesprochen, sondern in erster Linie den Schnellverurteilern versucht zu erklären, dass das nicht der Weg sein kann. Ich halte auch das Outing für eine sehr gefährliche Massnahme, zumal sowas auch Leute anzieht, die dann zu Selbstjustiz neigen oder zumindest aufrufen könnten.

  1. Die Täter können ja auch nichts dafür das sie auf Kinder stehen. Bei solchen Leuten hilft nur eine Therapie, sonst werden die sich nie ändern.

      1. Hey, Baba: Spitzen Idee!

        Ich hoffe, du bist schon mal mit gutem Beispiel vorangegangen. Wenn ich dran denke, dass Typen wie du frei rumlaufen, hätte ich lieber ein paar Straftäter als Nachbarn.
        Gleiches gilt auch für ???. Wer mit so vielen Ausrufezeichen die Todesstrafe fordert, sollte auch sofort aus dem Genpool entfernt werden, bevor sich so etwas weiter verbreiten kann.

  2. therapie? pädophile kannst du nicht heilen. das hat sich bei denen ins gehirn eingebrannt.
    außerdem is hier nicht die rede von kinderschändern sondern von einfachen sexualstraftätern.

    und überhaupt, was sollen solche artikel in einem gadgetboard? gizmodo is echt scheisse geworden.
    lasst mal solche unnützen neuigkeiten und schreibt mehr über technik.

  3. Is den betroffenen Straftätern doch eigentlich total egal oder? Braucht sich ja nicht bei Facebook und Co. Anmelden, dann muss er es dort nicht preisgeben!?

    Es gibt genügend Leute die auf solchen (a)Sozialen Netzwerken alles mögliche Posten was eigentlich niemanden was angeht! Und dann wird gemotzt wenn jemand daraus Profit schlägt oder der Chef dann zum gespräch einlädt.

    Ich kann den Hype um diese Netzwerke in kleinster weise verstehen, bin weder bei Facebook MySpace Oder bei irgendeinem anderen netzwerk angemeldet, und kann mein leben dennoch in vollen Zügen genießen, vorallem wenn dann wieder am Nachbartisch ein Pärchen sitzt die sich nicht unterhalten, sondern dasitzen und beide in ihr Handy reinglotzen und irgendwas bei Facebook Posten

    1. Verstehe ich nicht. Meinst du jetzt, wenn dir ein Sexualstraftäterpäärchen gegenübersitz und auf Facebook postet kannst du dein Leben besonders genießen? Oder kannst du solche Päärchen nur in vollen Zügen genießen? Oder hast du den Artikel gar nicht gelesen oder gelesen und nicht verstanden und versuchst das einfach mit Gehirnmüll zu überspielen?

      Man sagt übrigens “…in keinster Weise verstehen” und nicht “in kleinster Weise verstehen” – wobei das ziemlich gut auf dich und deinen Kommentar zutrifft.

  4. Weil es Ja keine Proxys gibt und die betroffenen Straftäter Gott sei dank zu blöd sind sich gefakete Daten auszudenken, find ichs eine SUUUUUPER Idee.

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