USA härten Android für Einsatz auf militärischen Geräten

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Ein Auftrag dazu wurde jetzt an das Sicherheitsunternehmen Invincea vergeben. Dem gingen andere Versuche voraus, Android in Szenarien mit höchsten Sicherheitsanforderungen zu nutzen. Ergebnisse sind nicht vor 2016 zu erwarten.

Die US-Behörde Defence Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat das Unternehmen Invincea für 21,4 Millionen Dollar damit beauftragt, eine für den Einsatz auf militärisch genutzten Geräten brauchbare, hochsichere Version des Android-Betriebssystems zu entwickeln. Im Rahmen des unter dem Namen “Mobile Armour” laufenden Projekts hat das Unternehmen vier Jahre Zeit, um eine den Ansprüchen der US-Armee und US-Regierungsbehörden genügende Lösung zu entwickeln.

Erste Erfahrungen mit Android haben US-Behörden schon gesammelt: Die NSA hatte im März von einem hochsicheren Android-Smartphone berichtet, dass allerdings mit handelsüblichen Komponenten und gängiger Software ausgerüstet war. Das als “Fishbowl” laufende Projekt sollte erproben, ob sich solche Android-Phones für den Einsatz in Büroumgebungen und bei Außeneinsätzen eignen. Das US-Militär setzte allerdings bis Dezember 2011 ausschließlich auf Blackberry. Erst seit gut einem halben Jahr sind Android-Geräte in den Netzwerken der Armee zugelassen.

Laut Invincea-CEO Anup Ghosh ist der Auftrag an sein Unternehmen ein deutliches Zeichen der DARPA, dass die von Desktops bekannten Sicherheitsbedrohungen sich allmählich auf mobile Geräte verlagern. Seiner Ansicht nach sind auch für Android-Smartphones Exploits zu erwarten, mit denen Angreifer Code einschleusen und dann das Gerät unter ihre Kontrolle bringen.

Invincea konzentriert sich in dem jetzt angelaufenen Projekt auf zwei Facetten. Zunächst soll dafür gesorgt werden, dass auf dem Gerät nur erlaubte Anwendungen laufen können – dass altbekannte, in der Desktop-Welt aber nicht wirklich durchschlagend erfolgreiche Whitelisting. Im zweiten Schritt sollen dann mögliche Angriffe auf die erlaubten Anwendungen gezielt aufgedeckt und der dadurch möglicherweise anrichtbare Schaden schon im Vorfeld eingegrenzt werden _ wahrscheinlich, indem die erlaubten Anwendungen auch nur die Rechte erhalten, die sie unbedingt benötigen.

Außerdem ist natürlich dafür Sorge zu tragen, wie mit verloren gegangenen Geräten umgegangen wird. Da scheint Invincea aber schon erste Erfahrungen zu haben. Offenbar laufen Tests mit mehreren tausend Android-Phones in Afghanistan. Zun Details dazu hält sich Invincea bedeckt. Das Unternehmen ließ lediglich durchblicken, dass man zum Beispiel dafür gesorgt habe, dass die Geräte ihre Position nicht preisgeben.

Der Ansatz, Smartphones und Apps für militärische Zwecke zu nutzen, ist nicht neu. Schon im Dezember 2009 hat der Waffenfabrikant Raytheon eine Reihe von Programmen für den militärischen Einsatz vorgestellt. Die waren allerdings speziell für Apples iPhone und den iPod Touch konzipiert. Mit ihrer Hilfe lassen sich Personen orten, Positionen anzeigen, Landkarten liefern und sichere Übertragungsmöglichkeiten nutzen. Neben der Armee bietet Raytheon seien Apps auch Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften an.

[Via: ITespresso]

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