Wissenschaftler entwickeln System zum „Gedankenschreiben“

Gedankenschreiben

Das System ist den Forschern der Universiteit Maastricht zufolge das erste, das Gedanken in Echtzeit in Buchstaben umwandelt. Dies würde eine zweigleisige Kommunikation innerhalb von nur einer MRT-Sitzung ermöglichen.

Das Ganze soll dabei äußerst einfach aufgebaut werden können und ein hohes Anwendungspotential bieten – sowohl in der Diagnostik als auch der kurzfristigen Kommunikation mit motorisch eingeschränkten und nicht zu verbalen Antworten fähigen Patienten.

Die Forscher verwenden die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) um hämodynamische Antworten im Gehirn zu analysieren. Diese von mentalen Bildern hervorgerufenen Antworten werden nun mit einem Algorithmus Buchstaben zugewiesen. In der Folge kann der Patient mit dem Tippen anfangen, jeder Buchstabe korrespondiert dabei mit einem von 27 „zuverlässigen und unterscheidbaren fMRT Signalen“.

Erfolgreiche Tests wurden mit Patienten bereits vorgenommen. Hierfür bekamen die Testpersonen einzelne Buchstaben gezeigt und ihre Gedanken wurden erfasst. Nachdem alle Buchstaben erfasst waren, konnte es sofort mit dem erfolgreichen Schreiben losgehen. [Current Biology and University of Maastricht via Science Daily]

[Oliver Schwab / Jesus Diaz]

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