ES Pipe: Waterwheel – Konzept für die Notfallglühbirne am Wasserhahn

Waterwheel

Dass fließendes Wasser sehr viel Energie erzeugt, wussten schon unsere Vorfahren – und haben sich dank Wasserrädern mit Strom versorgt. Nun soll das alte Konzept neu umgesetzt werden. Denn der Wasserhahn könnte künftig Licht in die Küche bringen. Der Produktdesigner Ryan Jongwoo Choi hat mit dem ES Pipe: Waterwheel ein Gerät entwickelt, das Energie via Wasserleitung generieren.

Der ES Pipe: Waterwheel funktioniert wie eine Mini-Turbine zur Wasserkraftnutzung. Durch die Nutzung des Wasserhahns wird Strom erzeugt, der gespeichert wird und abends die integrierte Glühbirne zum Leuchten bringt. Als wichtigstes Einsatzgebiet sieht der Designer Dritte-Welt-Länder, in denen Bewohner nur selten auf eine zuverlässige Stromversorgung zugreifen können.

Da sich der ES Pipe: Waterwheel derzeit noch im Konzeptstadium beweisen muss, wissen wir noch nicht, wie zuverlässig er in der Praxis tatsächlich funktioniert. Auf dem Papier sieht der Wasserhahn aber schon mal gut aus.

[Via: yankodesign]

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  1. Man überlege sich mal wie Teuer dann die KWH wird und bitte auch mal dran Denken das sauberes Trinkwasser weltweit nicht verständlich ist!

    1. Wenn ich richtig gerechnet habe, benötigt man um z.B. 25W elektrisch aus Wasser mit ca. 2 bar zu erzeugen ca. 7,6 l/min (ideal und ohne Verluste gerechnet). Macht in einer Stunde ca. 460 Liter Trinkwasser aus der Wasserleitung. Für 1h lang 25 Watt.

      Kosten:
      – aus Wasserhahnkraft: 0,85 Euro (bei 1,85 Euro/m³)
      – aus der Steckdose: 0,006 Euro (bei 0,25 Euro / kWh)

      Die ursprüngliche Intention war aber wohl, den sowieso vorhandenen Durchfluß der bei den täglichen Arbeiten in der Küche anfällt (Kochen, Abwaschen, Putzen, evtl. noch Waschen) zur Energieerzeugung zu nutzen.
      Setze ich dafür mal grob 50 Liter an (statt der o.g. 460), bekomme ich natürlich auch nur etwa ein Zehntel der Energie, also etwa 2,5Wh.

      Hm… das reicht für eine oder zwei Handyladungen oder vielleicht ne Stunde LED Licht (statt Glühbirne, hehe).

      Was macht Kunde also wenn die im Waterwheel gespeicherte Energie nicht ausreicht? Er dreht den Hahn auf und läßt Trinkwasser rauschen. Vollkommen an der Intention des Erfinders vorbei und sicher nur einem zuträglich: Der Trinkwasserknappheit, gerade in den Dritte-Welt-Ländern, wo es ungeheuer stabile Trinkwassernetze und Trinkwasser im Überfluß gibt.

      Ein kleines Solarpanel / Windrad / Miniwasserkraftwerk und ein Akku wären sicher eine bessere Investition.

  2. les ich da wirklich glühbirne? entweder gizmodo hat sich da heftigst verschrieben oder der entwickler ist ein pfuscher,… ich meine das dies keine besondere erfindung ist weiß jeder (kann sich jeder mechatriniker selbst bauen) aber ne glühbirne zu verbauen, darauf wäre nicht mal ich gekommen ^^

  3. Und dann lassen die in der Sahelzone den ganzen Tag das Wasser laufen, oder wie?
    Oder muss dann noch eine Wasserleitung installiert werden, damit man das Brunnenwasser reinkippen kann?
    Und dann sitzt die ganze Family abends um den Wasserhahn und liest?

    Das ist echt so eine blödsinnige Erfindung. Das ist typisch Designer, kein Bezug zur Realität.

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