Schnellste Kamera der Welt filmt mit 36,7 Millionen Bildern pro Sekunde

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Ein Forscherteam der University of California, Los Angeles (UCLA) hat die weltschnellste 2D-Kamera entwickelt. Damit lassen sich 36,7 Millionen Bilder pro Sekunde aufnehmen. Das Gerät könnte die Krebsdiagnose revolutionieren.

Die Kamera gehört zu eine Mikroskop und arbeitet nach dem STEAM-Verfahren. Mit Dampf hat das Ganze aber nichts zu tun. STEAM steht für serial time-encoded amplified microscopy. Mit Lasern wird hier das Bild erzeugt. Die Verschlussgeschwindigkeit der Kamera liegt bei 27 Picosekunden, so dass man auf 36,7 Millionen Bilder pro Sekunde kommt.

Das mag sich alles beeindruckend anhören, aber wozu ist das gut? Derzeit wird das Verfahren verwendet, um Zellen zu analysieren. Zellen werden mit einer Geschwindigkeit von knapp 15 Kilometern pro Stunde an der Kamera vorbeigeführt. die dadurch 100.000 Stück davon pro Sekunde aufnehmen kann. Das ist ungefähr 100 Mal schneller als es bisherige Mikroskope schaffen.

Die Idee hinter diesem Verfahren: Die Aufnahmen der Zellen können automatisch vom Rechner ausgewertet und auf Anomalien hin untersucht werden. Dadurch können selbst geringste Mengen von mutierten Zellen gefunden werden. Das Falsch-Positiv-Verhältnis liegt bei einem zu einer Million. Die Zellen könnten theoretisch noch schneller an der Kamera vorbeigeführt werden, doch das funktioniert aus einem ganz einfachen Grund nicht. Dabei würden sie beschädigt. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via PNAS, PopSci, Bild: The Webhamster / Creative Commons]

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  1. Naja normalerweise eine sekunde, kommt halt drauf an im welchen Tempo bei bei einer normalen Rate von 25fps
    (25 Bilder pro sekunde) würde es knappe 425 Tage dauern wenn ich mich nicht verrechnet habe :)

  2. Doof nur das die schnellste Kamera der Welt ca. Eine Billion Bilder pro Sekunde schafft.

    ”Lichtteilchen in Bewegung – Amerikanische Forscher vom Institut für Technologie Massachusetts haben ein Kamerasystem entwickelt, das Zeitlupenaufnahmen erzeugt, auf denen die Lichtausbreitung zu erkennen ist. Ca. eine Billion Bilder pro Sekunde nimmt das System auf.”

    1. Doof nur, dass dass die Kamera nicht wirklich eine Billion Bilder pro Sekunde macht:

      “Außerdem nutzen die Forscher das Prinzip der sogenannten Streak-Kamera- ein Gerät, das ähnlich wie ein Oszilloskop elektrische Spannung und deren zeitlichen Verlauf optischen darstellen kann. Um die Lichtzeitlupenbilder anzufertigen, führen die Wissenschaftler die Aufnahme mehrfach durch. Dabei wird über ein Spiegelsystem der Aufnahmebereich auf verschiedene Stellen des Objekts gelenkt, um verschiedene Einstellungen einzufangen. Die entstanden Bilder werden dann mit einem speziell entwickelten Algorithmus zu einem Film zusammengefügt. “

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