100 Millionen Dollar Vertrag auf dem iPad unterzeichnet

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Der NBA Point Guard Deron Williams zeigt, wohin die Entwicklung geht: Seinen 98.000.000 Dollar Vertrag bei den Brooklyn Nets hat er auf einem iPad unterzeichnet - mit seinem Finger.

Es ist sicher kaum zu übersehen, dass Papier und Stift langsam aber sicher dem Ende ihrer Laufbahn entgegen schreiten. Wo die E-Mail den klassischen Brief abgelöst hat und SMS bzw. Instant Messages den Karten den Rang abgelaufen haben sind es vor allem Unternehmen und Behörden, die den Schritt weg vom Papier bisher nicht oder nur eingeschränkt gewagt haben.

Ob es Deron selbst war, der den Weg zur Unterzeichnung vorgegeben hat, oder aber der spendable Vertragspartner Vertrauen in elektronische Unterschriften setzt, kann man bisher nur vermuten – fest steht, dass der Wisch mit dem Finger Williams 5 Jahre Verpflichtung und beinahe 100 Millionen Dollar eingebracht hat – wer will sich da schon sträuben?

Obwohl Papier für mich schon lange zu den zum Tode verurteilten Medien gehört, sehe ich die Glaubwürdigkeit digitaler Unterschrift eher skeptisch: Auf Papier lassen sich Handschriften unter anderem anhand der gesetzten Druckpunkte identifizieren, auf einem Touchscreen fällt das natürlich weg. Grundsätzlich dürfte die Identifizierung eher schwierig ausfallen, da die Technik die Linienführung beeinflussen kann. [Casey Chan / Johannes Geissler]

[@DeronWilliams]

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  1. Ob wohl sich elektronische Unterschriften hier langsam einbürgern, ist in Deutschland nach wie vor das physische Vorhandensein der Unterschrift notwendig, damit ein Vertrag abgeschlossen werden kann. Und das sollte auch so bleiben. Genauso wie man immer noch mit Zettel wählen geht, um ein nachzählbares Ergebnis zu erhalten, sollten Verträge aus Papier erhalten bleiben. Papier hat bei aller Liebe zur Technik den entscheidenden Vorteil, das es elektronisch nicht manipuliert werden kann und auch noch in 500 Jahren völlig stromlos gelesen werden kann.

  2. und was ist mit den telefonverträgen? ist der selbe mist. Nur physisches oder digital signiertes, also nicht per unterschrift, sondern per Pubkey Verfahren ist wahres.

  3. Wie soll das gehen?
    Das iPad hat doch keinen Fingerabdruckscanner und das Display selbst kann keinen Fingerabdruck auflösen.
    Habe ich da irgendwas übersehen?

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