Wissenschaftler sichern Daten auf einzelnem Molekül

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Gemeinsam mit der Rechenleistung ist in der IT vor allem eines stetig mitgewachsen: Der Bedarf an Speicherplatz. Am Institut für Technologie in Karlsruhe ist es im Rahmen eines Projektes nun gelungen, Daten auf einem einzelnem Molekül abzulegen - eine Technik, mit deren Hilfe Petabyte SSD's gar nicht mehr so fern sind.

Auch ich leide unter dem chronischem Mangel an Platz. Während die Mehrheit allerdings dazu übergeht, einen Großteil ihrer Daten vertrauensvoll ins Netz auszulagern sind die meinen auf mehrere Festplatten unterschiedlicher Größe verteilt – beides könnte bald unnötig werden.

Ein magnetisiertes Eisenatom, eingebettet in ein organisches Molekül das widerum aus 51 Atomen besteht, soll Abhilfe schaffen: Durch Strom ist es möglich, die magnetische Ladung des Eisenatoms zu beeinflussen und dessen Widerstand zu verändern. Die anschließende Messung des Widerstands ermöglicht es den Forschern, den Zustand des Atoms zu lesen und zu verändern, wodurch die Speicherung von Daten ermöglicht wird.

Die heute gängigen, magnetischen Laufwerke benötigen für die Ablage eines Bits derzeit etwa 3 Millionen Atome, während die neue Technik auf dem selben Raum etwa das 50.000-fache ablegt. Für übergroße SSD’s ist die Technik leider dennoch nicht geeignet: Die Voraussetzung, jedes Molekül einzeln zu adressieren, kann bisher nicht geschaffen werden, mit etwas Glück bietet die Technik aber genügend Inspiration für SSD-kompatible Methoden. [Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[Nature Communications via The Register]

 

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