Wissenschaftliche Studie: Mobiltelefonnutzer sabbern mehr

Speichelproduktion

Wer hat noch nicht versucht ihnen auszuweichen: Flüssige Gesprächsfetzen, die duch den Raum segeln. Einer neuen Studie zufolge soll die Zahl der Speichelentladungen durch die zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen steigen.

Das zahnärztliche Forschungszentrum Vidhya Shikshan Prasark Mandal hat untersucht, ob die Ohrspeicheldrüsen bei Menschen mit starker Handynutzung anders arbeiten. Diese Drüsen sorgen für die Spucke in unserem Mund.

Das Forscherteam teilelte 142 Probanden (zwischen 18 und 30 Jahren und seit mehreren Jahren Handy-Nutzer) in Handy-Vielnutzer (im Durchschnitt zwei Stunden pro Tag) und eine Kontrollgruppe ein. Anschließend wurde die Flussrate der Ohrspeicheldrüsen ohne Stimulierung und unter Beobachtung durch Ultraschall gemessen.

Den Ergebnissen zufolge verfügen Dauertelefonierer über wesentlich größere Ohrspeicheldrüsen mit stärkerer Durchblutung. Außerdem produzieren sie im Vergleich zur Kontrollgruppe 26 Prozent mehr Speichel in der Gesichtshälfte, an die normalerweise das Handy gehalten wird.

Eine Verbindung zwischen Speichelfluss und Nutzung des Mobiltelefons lässt sich der Studie zufolge zumindest vermuten. Die Forscher spekulieren, dass die elektromagnetische Strahlung der Geräte das Wachstum der Drüsen und als Folge die Speichelproduktion stimulieren könnte.

Mit weiteren Tests soll nun die Hypothese geprüft werden. [Oral Surgery, Oral Medicine, Oral Pathology and Oral Radiology]
Foto: Jason Stitt/Shutterstock

[Oliver Schwab / Jamie Condliffe]

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