Wikipedia muss mit immer weniger Autoren auskommen

Wikipedia

Wikipedia ist nur so gut wie die Autoren, die für das Lexikon schreiben. Und auch wenn es einige sehr engagierte Helfer gibt, lautet die traurige Wahrheit, dass der Wikipedia die Autoren und Administratoren ausgehen.

The Atlantic berichtet von der offiziellen Wikipedia-Konferenz Wikimania, dass die Zahl der freiwilligen Autoren immer mehr zurückgeht.

Für die englischsprachige Wikipedia lieferten die Verantwortlichen auch Zahlen, die das belegen sollen. Im Sommer 2007 gab es noch 50.000 Autoren, die pro Monat fünf oder mehr Änderungen in Artikeln vornahmen. Dieses Jahr sind es nur noch 30.000. Im Oktober 2005 wählte Wikipedia 67 Administratoren aus und die Zahl pendelte danach um die 50 Personen. Jetzt spricht man nur noch von einer einstelligen Anzahl von Personen, die diesen Job übernehmen.

Das bedeutet keinesfalls das Aus für die Wikipedia. Durch zwei Änderungen will man wieder mehr Autoren gewinnen. Ein neuer WYSIWYG-Texteditor will Ende des Jahres in die Betaphase gehen und es neuen Freiwilligen erleichtern, sich zu beteiligen. Außerdem soll die Gestaltung der Seiten leicht verändert werden, damit es für Besucher klarer wird, dass die Texte auch editiert werden können. Viele Anwender wissen offenbar gar nicht, dass sie sich an der Weiterentwicklung der Wikipedia aktiv beteiligen können. [Jamie Condliffe / Andreas Donath]

[Via The Atlantic, Bild: pernillarydmark / Creative Commons]

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  1. Kein wunder, das da keiner mehr dienen will, nur noch Faschisten und Speichellecker am Werk.
    Abstimmen unerwünscht, gelöscht wird einfach das, was dem Admin nicht passt, basta. Wer aufmuckt oder gar etwas Demokratie fordert wird schnell zur Persona non grata degradiert und einfach rausgeworfen.
    Admin wird man dann auch nur, wenn man lange und tief genug im Aasch eines anderen Admin gesteckt hat, jede andere form von Qualifikation ist zweitrangig.
    Nicht zu vergessen das ellenlange, aber ungeschriebene Regelbuch wie ein edit denn am ende auszusehen hat. Wehe dem, der nicht konform mit dieser Lex Wikipedia gehen will…

  2. Für mich auch kein Wunder oft musste ich mitbekommen wie Freunde und Kollegen Tagelang dabei waren ein Eintrag zu schreiben und als dieser dann fertig war würde er wieder gelöscht, mit denn begründungen „zu Banal für wiki“ oder Teils sogar keine begründung. schlimmer wird es ja wenn man eine bestehende Eintrag korrigieren will. da reagieren die Autoren teilweise so übertrieben und selbstüberzeugt von sich das es einfach keinen Spaß mehr macht bei Wiki mitzuwirken.

    ps. wer Rechtschreibefehler findet darf sie gern behalten.

  3. An sich finde ich die Wikipedia schon eine gute Idee, nur leider scheitert es wohl mal wieder an den Teilnehmern. Und dabei meine ich die, die noch da sind und nicht die, die weg sind. Meine Tätigkeit dort habe ich auch schon eingestellt, gab es doch immer wieder einen oder mehrere Admins, die ohne nachvollziehbare Begründung einen Beitrag immer wieder entfernten. An der Form oder dem Inhalt kann es nicht gelegen haben, habe ich sowohl Gestaltung und sogar Inhalte von einem anderen, seit längerem im Verzeichnis stehenden Artikel (von Kollgen einer anderen Abteilung von mir) übernommen und auf die anderen Begebenheiten umgeschrieben.
    Nach der dritten Löschung ohne nachvollziehbaren Grund habe ich aufgegeben. Andere haben ein Rudiment an Infos gerettet, da sind jetzt aber Fehler und Ungenauigkeiten drin. Geht mich nichts mehr an.

  4. Altbekanntes Thema, die Wikipedia-Admins tun einfach alles dafür, um die Lust am Schreiben zu verderben. Habe es auch selbst erlebt: Nachdem ein Eintrag von mir rausgeschmissen wurde, immerhin mit Begründung, habe ich auf den Korrekturwunsch reagiert und den Eintrag neu eingesetzt. Artikel wurde wieder rausgeschmissen, diesmal ohne Begründung. Das war das erste und letzte Mal, dass ich dort was geschrieben habe, und so geht es sicherlich vielen anderen auch.

    Die angedachten Designänderungen können im besten Fall zu einem kurzzeitigen Anstieg der Autorenzahl führen, aber die neuen Schreiber wird man sich auch schnell vergrätzen und letztlich wieder vor dem gleichen Problem stehen. Wenn die Wikipedia keine strukturellen Änderungen vornimmt, wird sich das Problem nicht auflösen. Damit ist aber wohl nicht zu rechnen, da die Admins sich genau durch diese Strukturen ja ihren „Statuskick“ holen können.

    Traurig aber wahr, deshalb bin ich persönlich auch immer noch ein Fan gedruckter Lexika.

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