Kalifornischer Richter wirft Samsung Vernichtung von Beweismaterial vor

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Im Zuge des Patentverfahrens gegen Apple hat der kalifornische Bundesrichter Samsung vorgeworfen, potenziell wichtiges Beweismaterial in Form von E-Mails vernichtet zu haben. Das Unternehmen soll dabei zwar weder böse Absichten gehabt noch direkt selbst agiert haben, wohl aber die Vernichtung durch Unterlassung begünstigt haben.

Am vergangenen Mittwoch erklärte US-Bundesrichter Paul Grewal, dass Samsung seiner Aufgabe, für das Verfahren wichtige Beweismittel sicherzustellen nicht ausreichend nachgekommen wäre. Das Unternehmen lässt E-Mails, die nicht durch Mitarbeiter gesichert werden, automatisiert nach 2 Wochen löschen – ein Umstand, zu dessen Änderung sich Samsung wohl auch durch das laufende Verfahren nicht verpflichtet gefühlt habe.

Nach wie vor ungeklärt ist, ob Samsung das automatisierte Löschverfahren bewusst und im Hinblick auf eigene Vorteile bestehen ließ, tatsächlich sicher ist aber, dass Apple nicht der einzige Konzern ist, der gerne mal zu fragwürdigen Methoden greift. [Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[Wall Street Journal]

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