Neues Verfahren macht Schreiben und Malen durch Augenbewegungen möglich

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Ein Wissenschaftler der Université Pierre et Marie Curie in Paris hat ein Verfahren entwickelt, das vollständig Gelähmten die Möglichkeit zu einer aussdrucksstarken und persönlichen Kommunikation geben soll.

Das Verfahren nutzt dabei Eye-Tracking, bei dem eine Kamera die Bewegung der Pupille erfasst. Das Eye-Tracking konnte so stark verbessert werden, dass auch Gelähmte damit kommunizieren können.

Ein solches System konnte bisher noch nicht realisiert werden, da die Augen niemals aufhören, sich zu bewegen und nur bedingt bewusst vom Menschen gesteuert werden können. Vielmehr reagieren sie instinktiv auf die Umgebung.

Lorenceau hat mit reverse phi motion eine Möglichkeit gefunden, die Augenbewegungen zu kontrollieren. Diese werden unterbunden, indem der Bildschirmhintergrund mit vielen zufällig verteilten Kreisen versehen wird, die 720-mal pro Minute ihren Kontrast verändern und so ein durchgehendes Flackern erzeugen.

Ruht der Blick, erscheinen die Kreise statisch. Bei Blickbewegungen entsteht aber der Eindruck, dass die Scheiben mit den Augenbewegungen wandern. Hierdurch sollen Lorenceau zufolge die Bewegungen unterbunden werden. Mit dem neuen Verfahren soll jede Person nach einem etwa 90 minütigen Training 20 Buchstaben pro Minute schreiben können. [Current Biologyvia Medical Press]

[Oliver Schwab / Jesus Diaz]

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