Test: Panorama-Aufsatz „Kogeto Dot“ für iPhone 4

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Die Idee hinter Kogeto Dot für das iPhone 4 und 4S ist eigentlich ziemlich cool: Mit dem Aufsatz soll man Panorama-Videos mit der normalen iPhone-Kamera aufnehmen können, in denen man sich danach per Fingerwisch umsehen kann. Wir haben Kogeto Dot für euch getestet.

Panorama-Funktionen fürs Smartphone gibt’s ja nicht erst seit gestern. Mit einigen Apps lassen sich schon ganz gute 360°-Aufnahmen machen. So zum Beispiel mit der kostenlosen App „Photosynth“ von Microsoft. Dabei werden einzelne Bilder hintereinander geschossen und dann von der App zusammengeschustert. So ergibt sich ein Foto in dem man sich per Fingerwisch umsehen kann. Für die Video-Funktion reicht eine App alleine aber nicht.

Das freundlicherweise von Kacmaz Entertainment zur Verfügung gestellte Kogeto Dot nimmt sich dieses Problems an – und das eigentlich ziemlich simpel. Man clipt einfach die Dot-Linse auf die des iPhones, lädt dazu noch die App „Looker“ und kalibriert den ganzen Spaß. So ist man innerhalb kürzester Zeit bereit für sein erstes 360-Grad-Video. Bis dahin gefällt mir Kogeto Dot auch ganz gut: Die Linse und die Klemmleiste sind gut verarbeitet und machen einen stabilen, hochwertigen Eindruck, die App ist flott, die Kalibrierung einfach und eine Share-Funktion für Twitter, Facebook & Co. gibt es auch.

Bei der Aufnahme selbst wird man aber leider enttäuscht. Erstens erfordert der Dreh eine gewisse Planung, da man das iPhone nicht richtig halten kann. Zunächst wird es horizontal gehalten, das bedeutet entweder, dass ich nicht sehe, was ich aufnehme oder es über dem Kopf halten muss, dann aber vielleicht nicht das vor die Linse bekomme, was ich haben will. Außerdem muss man das iPhone so halten, dass die Fingerkuppen nicht über den Rand hinaus gehen, weil die Linse sonst auch die Finger mit ins Visier nimmt.

Ist die Aufnahme dann doch noch gelungen, steht man vor der nächsten Enttäuschung, die allerdings zu erwarten war: Auflösung, Schärfe und Genauigkeit des Videos lassen einen in Erinnerungen vom ersten Handyvideo in Farbe schwelgen. Das gilt besonders für das iPhone 4 mit seiner 5 Megapixel-Kamera. Beim iPhone 4S mit 8 Megapixel sollte die Qualität etwas besser sein. Der Grund für die schlechte Qualität ist, dass die Linse zwar ein kreisförmiges Bild der Umgebung liefert mit dem aber ohne die App nicht viel anzufangen ist, denn erst diese zieht die kreisförmigen Streifen wieder gerade, so dass ein Video zustande kommt. Und das ist unbedingt notwendig für Hauptfunktion von Kogeto Dot: Erst so kann man sich nach der Aufnahme im Video umsehen.

Ebenfalls bedauerlich finde ich, dass es keine Fotofunktion gibt und dass die Videos zwar in der Galerie des iPhones gespeichert werden können, wo man sich dann aber im Video nicht mehr bewegen kann.

Fazit: Im Grunde eine gute Idee und auch die Umsetzung kann man viel besser nicht machen. Das Problem liegt hier eher an der Kamera des iPhones selbst. Für den Preis von 49 Euro bei Kacmaz Entertainment finde ich den Aufsatz aber zu teuer und die Qualität der Videos zu schlecht. Für Leute, die Actionsport betreiben, an ungewöhnliche Orte reisen oder Panorama-Videos einfach ganz doll super finden ist Kogeto Dot im Store von Kacmaz Entertainment aber durchaus ein nettes und lohnenswertes Gadget.

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[Via: kogeto.com]

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