Mutanten-Schmetterlinge als Ergebnis von Fukushima

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Die Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 hat enorme Mengen Radioaktivität freigesetzt. Die Ergebnisse davon sind schon jetzt erkennbar. Gefangene Schmetterlinge weisen massive Mutationen auf und zeigen, was den Menschen in den betroffenen Gebieten blühen könnte.

Japanische Forscher teilten mit, dass die in Fukushima kurz nach dem Desaster gesammelten Schmetterlinge schon physiologische und genetische Schäden aufwiesen, die auf die erhöhte Radioaktivität zurückzuführen seien. Die Abnormalitäten wurden jedoch im Zeitverlauf immer schlimmer. Die im September 2011 gefangenen Schmetterlinge zeigten schon erheblich stärkere Defekte als die nur zwei Monate nach dem Unglück eingesammelten Exemplare.

Die Forscher sind sich sicher, dass aufgrund dieser Schäden auch auf gesundheitliche Auswirkungen beim Menschen geschlossen werden kann.

„Nach dem Unfall in Tschernobyl wurden Änderungen in der Artenzusammensetzung und der phänotypische Anomalien bei Tieren und eine Zunahme von Schild- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen beim Menschen. Eine ähnliche Inzidenz von Krebserkrankungen konnte auch bei den Überlebenden der Atombombenabwürfe über Hiroshima und Nagasaki nachgewiesen werden.

Die Forscher versuchen natürlich nicht den Eindruck zu verbreiten, dass alle Menschen, die der Strahlung ausgesetzt sind, todgeweiht sind und betonten, dass die Effekte von geringer Verstrahlung noch immer ein Diskussionsgegenstand seien. [Mario Aguilar / Andreas Donath]
[Via Nature]

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