13 Technologien, die unsere Kinder auch noch 2030 verwenden werden

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Als Kind hatte ich die Vorstellung, dass wir in der Zukunft alle mit fliegenden Autos herumkutschieren, auf dem Mond leben und von Robotern bedient werden. Das hat sich leider als Trugschluss erwiesen. Wir haben zwar kleine und schnelle Rechner, Smartphones mit denen man sprechen kann und Flachbildfernseher, aber in vielen Bereichen werden unsere Kinder auch noch in 20 Jahren Technologien verwenden, die heute aktuell sind.

Vor einen Monate hatten wir einen Artikel zu 15 Technologien, die unsere Kinder nicht mehr verwenden werden. Wenn es keine Zombie-Apokalypse gibt, wird aber auch ein gewaltiger Batzen Technik von Heute übrig bleiben, der uns noch sehr lange begleiten wird.

QWERTZ-Tastaturen

Spracherkennung und Handschriftenerkennung sowie Gestensteuerung werden in Zukunft sicher noch besser werden als sie es schon sind, aber trotzdem wird man auch 2032 noch mit Tastaturen arbeiten. Tippen ist einfach die sinnvollste Art und Weise Texte in den Rechner einzugeben und sie zu bearbeiten. Wer jemals Spracherkennung ausprobiert hat wird zugegeben müssen, dass wir anders sprechen als wir schreiben. Das QUERTZ-Layout wird deshalb weiter leben.

PCs

Es gibt Stimmen, die behaupten, dass wir das Post-PC-Ära begonnen hat. Dem stimmen wir nicht zu. Natürlich verwenden viele Menschen Tablets und Smartphones und arbeiten auch damit, aber wenn es um “richtige” Arbeit geht – bei der auch Multitasking notwendig wird, dann ist der PC immer noch der King. Und das wird er auch bleiben. Bis 2030 wird es natürlich vollkommen andere PCs geben als heute. Manche argumentieren, dass durch die Hardwareausstattung auch Smartphones und Tablets PCs werden. Was auch immer der Formfaktor sein wird – die meisten Anwender werden immer noch Rechner benötigen, die ein Multitasking-freudliches Betriebssystem nutzen.

USB-Ports

Mittlerweile sind mehr als 15 Jahre vergangen, seitdem der erste USB-Anschluss vorgestellt wurde. Wir können uns kaum vorstellen, auf USB zu verzichten – es gibt unzählige Geräte, die damit betrieben werden können – sogar Displays lassen sich über USB betreiben. Es mag einige geben, die erwarten, dass konkurrierende Standards wie Thunderbolt die Rolle von USB übernehmen könnten, aber gegen den riesigen Gerätepark, der mit USB ausgestattet ist, wird eine neue Schnittstelle kaum ankommen.

Es gab schon viele Versuche, USB zu beerdigen, aber selbst mit eigentlich ordentlichen Alternativen wie FireWire und eSataP hat das nicht geklappt. Praktisch jedes mobile Gerät wird heute über USB mit Strom und Daten versorgt. Es gibt sogar schon Wanddosen mit USB-Port.

Klar – wir werden 2030 nicht mehr USB 3.0 sondern vielleicht 7.0 verwenden, aber auch dann werden wir unsere Gadgets noch damit aufladen und sie so mit dem Rechner verbinden. Mit Power over USB wird man vermutlich sogar das Notebook und das Display darüber mit Strom versorgen.

Lokale Speichermedien

Die Cloud gewinnt immer mehr an Popularität und dank schneller Breitbandverbindungen lässt sie sich auch gut nutzen. Aber wir denken nicht, dass die Anwender künftig alle ihre Daten online speichern werden. Die wichtigsten Daten werden wir immer noch lokal sichern – und auch unsere Anwendungen. Was 2032 das Speichermedium unser Wahl sein wird – das wissen wir allerdings nicht.

Selbst wenn wir alle 1-GB-Leitungen haben, wird der lokale Speicher immer noch schneller und sicherer sein als irgend eine Onlinefestplatte. Wer große Programme nutzt oder Videos und Fotos bearbeitet, wird sie mit Sicherheit lokal speichern wollen. Und auch 2030 wird es noch Orte geben an denen der Internetzugang nicht oder nicht zuverlässig genug funktioniert.

JPEGs

Auch wenn die Bandbreite steigt und die Prozessorleistung gen Himmel wächst – wir werden uns immer noch an einigen Dateiformaten orientieren, die wir auch schon in den 90ern einsetzten, weil sie einfach zu Standards geworden sind. Auch wenn viele Kameras Rohdaten speichern können wird immer noch das JPEG als Dateiformat für Fotos beibehalten werden. Browser, Betriebssysteme aber auch Unmengen an Hardware werden weiterhin JPEGs erzeugen und anzeigen können. Auch 2030 wird es noch Webseiten mit JPEGs geben und Kameras, die in diesem Dateiformat aufzeichnen.

HTML-basierte Websites

Wenn unsere Kinder, die jetzt geboren werden in die Uni kommen, dann wird das Internet vermutlich vollkommen anders aussehen als heute – aber es wird immer noch HTML geben – die Lingua Franca des Webs seit 1991. Natürlich werden sich die Standards weiter entwickeln.

Notebooks in Klappgehäusen

Es ist unwahrscheinlich, dass sich unsere neugeborenen Kinder an der Uni noch an einen Desktop-Rechner setzen so wie wir ihn heute kennen, aber sie werden Notebooks im Klappgehäusedesign nutzen. Vielleicht werden die Displays abnehmbar sein und sich in Tablets verwandeln oder es werden Tastaturen entwickelt, die einen Teil des Bildschirms wie ein Schutzcover abdecken wie beim Microsoft Surface, aber Geräte, bei denen die Tastatur gegenüber dem Bildschirms sitzen und mit ihm zusammen zugeklappt werden können wird es weiterhin geben.

WLAN

Seit 1997 gibt es den 802.11 Standard für WLAN. Jedes Smartphone, jedes Tablet und jedes Notebook werden mittlerweile mit 802.11g oder 802.11n ausgerüstet und fast jeder, der Internet im Büro oder der Firma hat, verwendet auch einen Router, der einen der beiden Standards unterstützt. Wir verwenden WLAN um Videos von unseren Rechnern zu unserem Heimentertainment-Center per DLNA, WiDi oder gar dem künftigen Microsoft “Standard” zu streamen. Mit Wifi Direct können wir sogar zwischen Geräten Daten schnurlos ohne Router übertragen.

Und auch in 20 Jahren werden unsere Kinder im Studentenwohnheim und auf dem Campus einen 802.11-basierten Router verwenden. Auch wenn die meisten Anwender dann ihren Internetzugang primär über eine Mobilfunkverbindung wie LTE oder ähnliches erhalten, wird man diese Verbindungen per WLAN mit anderen Geräten teilen.

E-Mail

Auch wenn Facebook, Skype, der Google Instant Messenger und Twitter gerade sehr populär sind, werden sie E-Mails nicht ersetzen auch wenn das manche prophezeien. Dennoch: Wenn unsere Kinder wichtige Nachrichten erhalten wie um Beispiel ihre Zulassung zur Uni dann wird das entweder ein Brief oder eine E-Mail sein. Und E-Mails gibt es mehr oder weniger im gleichen Format seit den 70er Jahren.

3,5mm Audiobuchsen

Unabhängig von Bluetooth-Kopfhörern und USB-Headsets besitzt praktisch jedes Notebook, Tablet und jeder Medienplayer und fast alle Smartphones mindestens eine 3,5-mm-Buchse. Es wurde einfach schon zuviel Equipment mit diesem Anschluss auf den Markt gebracht – an aufgeben wird in den nächsten 20 Jahren nicht zu denken sein.

Laserdrucker

Auch wenn sich in den letzten zwei Jahrzehnten die Drucktechnik massiv gewandelt hat, scheint sich die Menschheit grob auf zwei Technologien geeinigt zu haben: Laserdrucker und Tintenstrahler. Sollte der Farblaserdrucker qualitativ noch hochwertiger werden, dürfte er gegenüber dem Tintenstrahler noch populärer werden. Zumindest wird die Laserdruckertechnik auch noch in 20 Jahren da sein. Natürlich wird immer mehr digitalisiert, aber wer noch Papier benötigt, der wird vermutlich auf den Laserdrucker setzen

Fernseher

Wenn unsere jetzt neugeborenen Kinder so ungefähr 2032 in die Uni kommen, dann werden immer weniger Menschen Kabelfernsehen haben und ein Großteil des Fernsehprogramms wird On-Demand geliefert. Dennoch wird es noch Fernseher geben, die als Zentrum der elektronischen Unterhaltung im Haushalt stehen werden. Es gibt schon jetzt nur noch wenig Unterschiede zwischen Fernsehern und Displays, aber auch in der Zukunft werden die Anwender noch speziell für die Heimunterhaltung geeignete Fernseher wollen.

Microsoft Office

Nach einem Atomkrieg wird es noch zwei Dinge geben: Kakerlaken und Microsoft Office. Nachdem Microsofts Office Suite in den 90er Jahren Konkurrenten von Lotus und WordPerfect übertrumpfte, entwickelte sich die Büroanwendungssammlung zum DeFacto Standard an Unis und in den Unternehmen. Natürlich kann man auch kostenlose, Office-kompatible Anwendungen wie OpenOffice.org und Google Docs kostenlos verwenden, aber in den allermeisten IT-Abteilungen, Institutionen und bei vielen Heimanwendern bleibt Office von Microsoft der Standard.

Unsere Kinder werden 2030 vielleicht “Microsoft Kacheln 8” als Betriebssystem verwenden, aber sie werden ihre Aufsätze immer noch in irgend einer Version von Office schreiben, wie die meisten ihrer Kommilitonen und ihrer Lehrer. Auch der Chef in der Firma, in der sie ihr Praktikum machen werden, wird wohl Office verwenden.

Und nun seid ihr dran: Gibt es weitere Technologien, die es auch in 20 Jahren noch geben wird? Habt ihr Ergänzungen oder Einwände? Schreibt es einfach in die Kommentare. [Avram Piltch / Andreas Donath]

[Via Laptop Magazine]

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  1. Mal ehrlich… in 20 Jahren tut sich soooo viel, wovon wir nicht mal zu träumen wagen. Man schaue sich nur einmal die Entwicklung der letzten 20 Jahre an. Wer hätte Facebook oder Handys mit mehr Leistung als so mancher PC vorhergesehen? Gerade die Technologien aus dieser Liste wie WLAN oder USB. WLAN stößt jetzt schon an Grenzen und bestimmt wird es in maximal 5 Jahren eine neue Technologie geben, die weitaus effizienter und mit höherer Datenrate arbeiten wird. Genauso bei USB. Am Anfang von USB 3.0 hat keiner an den Erfolg geglaubt und es hat sich zwar durchgesetzt, hätte aber genauso gut auch untergehen können. Ich denke neue Universale Anschlüsse wie zB neue Generationen von Thunderbolt könnten USB ablösen. Über den Rest fang ich erst garnicht an… sonst wird das hier ein Buch…. Nja meine Meinung dazu…

  2. 20 Jahre sind eine verdammt lange Zeit in der IT. Vor 20 Jahren ungefähr kaufte ich meinen ersten Windows-PC. 386er, 2MB RAM, 100MB HDD, 512 kB (!) Graka, 14″ CRT, Maus, AT-Tastatur, DOS 6.2, WfW 3.11. Heute ist alles schneller, bunter, schöner, aber das Grundprinzip ist dasselbe geblieben. Ich bin zwar gespannt, womit die gute alte Tastatur irgendwann abgelöst wird, das Ding ist aber so zäh, ist schließlich schon 100 Jahre vor dem PC eingesetzt worden, ich, glaube das gibt es noch ewig.

  3. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn irgendjemand in 20 Jahren diesen Artikel ausgräbt und wir alle über die damaligen Annahmen lachen

  4. Herr Donath, könnten Sie uns dann bitte auch die Lottozahlen von nächster Woche zur Verfügung stellen?
    Und wird vor dem Ende der Menschheit noch Half Life 3/Half Life 2 Episode 3 erscheinen?

  5. Liebe Herren Hater A.Bundy & Der da,
    wer lesen kann ist klar im Vorteil. Wer das Hirn einschalten kann unter anderem auch, und wer dann auch noch beides kombiniert und bei Zweifeln noch kurz googelt (Obacht das erfordert Eigeninitiative und beide Gehirnhälften) wird schnell bemerkt haben das der eigentliche Autor Avram Piltch heißt und der Herr Donath selbigen Artikel nur auf deutsch übersetzt hat.
    Steht ja nur dran, sogar woher, aber hey? Hauptsache im Netz die Klappe aufgemacht und den dicken markiert. Die Welt ist schön :)

    So long

    1. Wah! vertippt! soll natürlich heißen :
      “Wer das Hirn einschalten kann und dann noch beides kombiniert …”
      Auch ich bin nicht unfehlbar wies scheint ^^

    2. Ja und?
      Wer hat ihn denn dazu gezwungen, so einen Käse zu übersetzen, dann doch lieber die Artikel aus dem englischem Gizmodo, welches ich regelmäßig aufsuche, wenn mich der DNS-Server nicht auf dem deutschen ausspuckt, wenn ich “www.gizmodo.com” eingebe.

  6. Ach kommt schon, Alles in Allem sind die Artikel von Gizmodo ok. Das sie dafür bezahlt werden ist allerdings unverschämt.

  7. Um gotteswillen ich hoffe das das nicht stimmt in 20 Jahren immer noch Windows……….ich hoffe die zukünftige Generation macht es besser.

  8. Der Artikel übersieht mehrfach einen wichtigen Punkt: Den Hang zur Bequemlichkeit. Dieser führt dazu, dass drahtlose Übertragung immer weiter entwickelt wird. Wenn wir 2030 noch USB oder Audiostecker bräuchten wäre das traurig. Die Akkuleistung sowie Induktionsaufladung wird bis dahin ebenfalls deutlich weiter sein.
    Und dank Mini-Rechnern mit Datenbrille brauchen wir keine Schlepptopps mehr.
    Die Tastatur allerdings wird es vermutlich weiter geben. Wer will schon in einem Büro sitzen in dem 10 Leute gleichzeitig ihren Rechner per Stimme bedienen?

  9. Soll ich ehrlich sein: Ich glaube, dass das meiste davon in den nächsten 20 Jahren erheblich an Bedeutung verlieren wird, weil neuere, bequemere Techniken kommen und genutzt werden. Wie schnell ist die Diskette verschwunden? Oder die CD? Als nächstes kommen die Kabel, dann die umständlichen Gehäuse …

  10. Wenn in 20 Jahren noch Office der Standard ist, ist das ein Grund den Fortschritt in Frage zu stellen.
    Benutzerfreundlichere, stabilere Programme, wären wünschenswert und kein Word, das beim Anwenden der Kommentarfunktion abstürzt und/oder deinen PC ausschaltet!
    Ganz nebenbei ist Datenübertragung via Kapel wohl ein Auslaufmodell, schließlich gibt es jetzt schon Funk Kopfhörer.

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