Bisherige Vorstellung von der Form der Sonne über den Haufen geworfen

Sonne

Bisher herrschte die Vorstellung, die Sonne verändere ihre Größe in einem 11jährigen Zyklus. Eine neue Theorie will nun aber herausgefunden haben, dass die Form unserer Sonne kein bisschen variiert.

Der alten Theorie zufolge soll die Sonne durch starke magnetische Kräfte verformt werden. Jeffrey Kuhn und ein Team der University of Hawaii haben nun aber herausgefunden, dass die Form der Sonne im Ganzen gleichmäßiger, runder und gleichzeitig flacher ist. Die Form der Sonne soll also nicht nur konstant, sondern auch ein wenig sonderbar sein. Sie ist nicht nur rund, sondern viel zu rund. Der Poldurchmesser ist nur 10.4 Kilometer kleiner als der Durchmesser am Äquator. Die Sonne ist damit beinahe das rundeste bisher gemessene Objekt. Auf die größe eines Strandballs geschrumpft, würde die Differenz zwischen dem größten und kleinsten Durchmesser kleiner als die Breite eines menschlichen Haares sein:

Die Tatsache, dass die Sonne ein wenig zu rund ist, um mit unserem Verständnis von ihrer Rotation zu harmonieren, ist auch ein Schlüssel zum Verständnis eines uralten Mysteriums. Da sie zu rund ist, müssen auch noch andere Kräfte am Werk sein, die diese Form herbeiführen. Wir hatten wohl eine falsche Vorstellung davon, wie die Gasturbulenzen in der Sonne, oder der nur an der Oberfläche sichtbare Magnetismus funktionieren.

Wie wurde dieser Fehler nach solch einer langen Zeit entdeckt? Die Forscher berufen sich auf Daten des Solar Dynamics Observatory der NASA, welches sich im All befindet. Scheinbar hat also unsere Atmosphäre bisherige Abmessungen verfälscht. [Space]

Foto: NASA

[Oliver Schwab / Brian Barrett]

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