Iris-Hack: Angriff auf biometrische Scanner möglich

Auge

Dass sich Sicherheitssysteme mit Iris-Erkennung austricksen lassen, ist kein Geheimnis. Dass der Hack jedoch auch ohne Foto der Iris glücken kann, ist neu. Und beunruhigend.

Aus Sicherheitsgründen hinterlegen Iris-Scanner kein vollständiges Bild des Auges, sondern nur einen Code, der aus rund 5.000 Punkten besteht, die als Vergleichsdaten dienen. Einem Forscherteam der Universidad Autonoma de Madrid ist es jetzt gelungen, aus acht von zehn solcher kodierter Muster Iris-Aufnahmen so rekonstruiert, die von den Scannern akzeptiert werden.

Die künstlichen Iris-Bilder bastelte das Forscherteam am Computer aus den Daten echter Augen-Scans. Zum Einsatz kam dabei ein genetischer Algorithmus. Nach nur 100 bis 200 Durchgängen waren die erstellten Bilder dem Ursprungsbild ausreichend ähnlich, um die Scanner zu täuschen.

Bisher galten Iris-Scanner als eine der zuverlässigsten Sicherheitsmaßnahmen. Nun werden vermutlich zusätzliche Vorkehrungen in Form von Verschlüsslungen fällig. Immerhin können wir unseren Augapfel nicht wie ein Passwort bei Bedarf schrotten.

[Via: theverge.com]

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  1. „Immerhin können wir unseren Augapfel nicht wie ein Passwort bei Bedarf schrotten.“
    Hier wäre ‚ändern‘ vllt. doch etwas stilvoller gewesen…

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