Hobbyastronomen entdecken Schätze in der Bilderflut des Hubble Teleskops

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Mit über einer Million Beobachtungen seit seiner Inbetriebnahme am 24. April 1990 ist das Hubble Teleskop ein nie versiegender Quell unglaublicher Wunder und zur Demut anregender Erfahrungen. Dennoch wurden viele der besten Bilder von kaum jemandem gesehen – bis jetzt. Die europäische Weltraumagentur hat die sogenannte „versteckten Schätze“ des Hubble Teleskops veröffentlicht.

Mit dem geheimnisumwehten Namen meint die ESA unbekannte Galaxien und Sterne, die unbemerkt in der Bilder- und Datenflut des Teleskops untergegangen sind und erst entdeckt wurden, als die Öffentlichkeit aufgefordert wurde, sie zu durchforsten. Und was Hobbyastronomen dabei fanden, ist beeindruckend.

Nur wenige Monate nachdem die Daten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, erhielt die ESA 3.000 Zusendungen. „Mehr als 1.000 dieser Bilder waren bereits bearbeitet“, so die ESA, „ein schwieriges und zeitaufwändiges Unterfangen.“ Letztlich liefert das Teleskop nur einfarbige, mit verschiedenen Filtern aufgenommene Beobachtungsdaten. Und Bezahlung gab es keine, für die 20 Besten sollte es aber eine Siegprämie geben.

Hier sind die Ergebnisse (Die Siegerbilder können auf der Site der ESA betrachtet werden):

Der Gewinner in der Kategorie Bildverarbeitung ist Josh Lake mit dem Sternentstehungsgebiet NGC 1763, gefolgt von Andre van der Hoeven und seinem Bild der Spiralgalaxie Messier 77. Das Titelbild dieses Artikel zeigt den Beitrag Judy Schmidts. Auf dem Bild ist der funkelnde Stern XZ Tauri zu sehen.

Die Region NGC 1763

Die Galaxie Messier 77

[Oliver Schwab / Jesus Diaz]

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