Kickstarter: Liftport Group sammelt Gelder für Weltraum-Lift

Weltraumlift

Die Idee mit einem Aufzug das Weltall zu bereisen ist spätestens seit Frank Schätzings Roman Limit nichts Neues mehr. Neu ist allerdings, dass wir das Ding finanzieren sollen – und dann vermutlich damit gar nicht fahren können. Derzeit sucht das Unternehmen Liftport Unterstützer auf Kickstarter, um einen Aufzug in das Weltall zu bauen, allerdings vom Mond aus.

Das Projekt trägt den Namen Lunar Space Elevator Infrastructure und sieht vor, einen Weltraumlift auf dem Mond zu errichten. Um die Machbarkeit des Projekts zu überprüfen, sammelt Liftport derzeit Gelder auf Kickstarter. Finanziert werden soll vorerst der Bau eines Ballons, den das Unternehmen zwei Kilometer in die Luft steigen und von einem selbst entwickelten Roboter erklimmen lassen möchte. Einen ähnlichen Versuch startete das Unternehmen bereits Anfang 2006, kurz bevor das Unternehmen Bankrott anmelden musste. Im Anschluss an den Test, möchte die Firma den Mondlift in Angriff nehmen. Der Aufzug soll im Wesentlichen aus einem Stang aus Nanomaterial bestehen, der von einer Sonde, die sich oberhalb des geostationären Orbits befindet, straff gehalten wird. Obwohl das Teil laut Liftport erst in rund acht Jahren fertig werden wird, findet das Projekt auf Kickstarter bereits jetzt fleißige Unterstützer. Das angestrebte Ziel von 8.000 Dollar hat das Unternehmen schon seit Tagen im Sack. Obwohl das Projekt noch über eine Woche läuft sind bereits über 56.600 Dollar eingegangen.

Sobald der Aufzug auf dem Mond steht, möchte Liftport natürlich auch einen Weltraum-Erdaufzug in Angriff nehmen. Nach Einschätzung des Unternehmens ist mit einer Fertigstellung in 20 bis 25 Jahren zu rechnen.

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  1. Blödsinn für den Mond!
    Was spricht überhaupt für einen „Weltraumfahrstuhl?
    Auf der Erde dürfte das von den Betriebskosten pro beförderter Masse her wohl die günstigste Möglichkeit sein den Weltraum zu erreichen. Herstellkosten allerdings noch nicht betrachtet. Damit käme der break-even erst nach etlichen Jahrzehnten oder später.
    Für den Mond stellt das allerdings nicht die günstigste Möglichkeit da. Zum einen ist die Rotationszeit zu groß (1 Monat), so daß ein stationärer Orbit sehr weit entfernt ist. Zum anderen fehlt auf dem Mond die Atmosphäre, was einen elektromagnetischen Linearbeschleuniger ermöglicht, der Pakete ohne Reibungswiderstand beschleunigen und so in einen Mond-Orbit befördern kann. Das ist damit eine deutlich günstigere Möglichkeit für den Transport, die auf der Erde wegen der bremsenden Atmosphäre so nicht möglich ist bzw. nur sehr aufwendig.

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