Mazda: Wankelmotor als Range-Extender im Elektroauto

mazdaRX8

Auf der Moskau Motor Show bekräftigte Mazdas Chef Takashi Yamanouchi die Pläne seines Unternehmens, am Wankelmotor festzuhalten. Er kündigte an, dass Mazda 2013 ein Elektrosportfahrzeug mit Range Extender anbieten will. Der Wankel soll darin eine entscheidende Rolle spielen.

Der Mazda RX 8 ist derzeit der einzige Wagen des japanischen Automobilherstelers mit Wankelmotor. Dessen Produktion endete im Juni. Ob das angekündigte neue Fahrzeug dann der Nachfolger des RX 8 sein wird, sagte Yamanouchi nach Angaben des Online-Automagazins Autoguide.com nicht.

Der Wankelmotor sorgt durch seinen hohen Verbrauch gegenüber Benzinmotoren mit Kolbenmotoren nicht gerade für Freude bei der Ökofraktion. Das liegt vor allem daran, dass er sein Wirkungsoptimum bei hohen Drehzahlen erreicht, was aber beim Autofahren durch die ständigen Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge problematisch ist.

Würde der Wankelmotor hingegen bei einer konstanten Drehzahl betrieben, um über einen Generatormotor den Akku des Autos aufzuladen, der wiederum die Elektromotoren antreibt, könnte man die Vorteile des Motorkonzepts nutzen.

Der Verbrennungsmotor wird vermutlich den Betriebsstrom auch direkt den Elektromotoren zuführen können bzw. auch direkt an den Antriebsstrang gekoppelt werden können, wenn hohe Leistung abgefordert wird. So arbeitet zumindest der Opel Ampera. Wankelmotoren sind zudem deutlich kleiner als Hubmotoren. Yamanouchi teilte nach Informationen von Autoguide.com mit, dass man den Motor bei 2.000 Umdrehungen pro Minute arbeiten lassen will.

Mazda hatte 2003 auch mit dem RX-8 Hydrogen RE auch schon eine Version des Sportwagens mit bivalentem Wankelmotor gezeigt, der wahlweise mit Wasserstoff oder mit Benzin betrieben werden kann.

[Bild: Taber Andrew Bain, CC BY 2.0]

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