Bettina Wulff vs. Google – Wulffs Kampf gegen Windmühlen

Google

Die Gattin des ehemaligen und zuweilen recht unbeliebten Bundespräsidenten Christian Wulff verklagt flächendeckend etliche Multiplikatoren, die sie mit ihrer angeblichen Vergangenheit im Rotlichtmilieu in Verbindung bringen. Während sie bei Jauch und Co. Erfolg zu haben scheint, zieht sie bei Google in einen aussichtslosen Feldzug.

Bei der Klage gegen Google geht es um dessen Auto Suggest-Funktion. Wie im Bild zu sehen, schlägt Google Suggest schon nach wenigen Buchstaben nach Bettina Wulffs Namen „Prostituierte“ und „Escort“ vor. Was Wulff nicht zu beachten scheint: Suggest wird nicht aktiv von Google redaktionell betreut. Es gibt leidglich Wörter an, die oft mit Google gesucht werden oder die auf anderen Webseiten mit dem Begriff in Verbindung gebracht werden.

Google denkt auch gar nicht daran, hier einen Rückzieher zu machen, schließlich könnte das jede Menge Folgeklagen oder Unterlassungserklärungen nach sich ziehen. Google Pressesprecher Kai Oberbeck dazu gegenüber der dpa: „Wir werden das Gericht entscheiden lassen.“ Und hier stehen die Chancen von Google sehr gut. Bettina Wulffs Klage ist bereits die sechste dieser Art in Deutschland gegen Google – bisher wurden alle in jeglichen Instanzen abgeschmettert.

Auch wenn Bettina Wulffs Rundumklage aus persönlicher Sicht durchaus nachvollziehbar ist, schließlich zerstören derartige Gerüchte die Reputation grundlegend, hat sie einen gegenteiligen Effekt. Denn wer bis jetzt noch nichts von Bettina Wulffs angeblicher Rotlichtvergangenheit wusste, wird nun von ihr selbst mit der Nase darauf gestoßen. Barbara Streisand grüßt ganz herzlich aus ihrer Villa.

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  1. Ich glaube nicht, dass die Klagen rückblickend eine gute Entscheidung waren, jetzt ist das Thema nämlich erst recht in den Medien, vorher wusste ich von diesen Gerüchten noch nichts.

  2. falsche fakten hier.

    „Google denkt auch gar nicht daran, hier einen Rückzieher zu machen, schließlich könnte das jede Menge Folgeklagen oder Unterlassungserklärungen nach sich ziehen.“

    „Google sperrt auch andere, völlig legale Begriffe aus seinen Suchvorschlägen aus: In den Vereinigten Staaten räumte eine Google-Sprecherin 2010 ein, dass man bestimmte Begriffe zum Beispiel wegen des Jugendschutzes bei der Schnellsuche Google Instant sperre. „

  3. Der Streisand-Effekt wird bewusst einkalkuliert sein; schließlich erscheint rein zufällig gerade das Buch der Wulff. IMHO ziemlich viel Aufmerksamkeit für jemanden, der eigentlich nichts zu sagen hat. PR 2.0

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