Google erhält Copyright-Beschwerden für bereits gelöschte Daten

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Rechteinhaber sind immer froh, möglichst schnell und möglichst viel illegalen Content aus dem Netz entfernen lassen zu können. Dabei scheinen sie gar nicht mehr zu prüfen, ob die betreffenden Seiten überhaupt noch existieren.

Google erhielt noch am vergangenen Freitag die Anfrage, einen Link zu Megaupload aus den Ergebnissen zu nehmen, Obwohl der gesamte Dienst seit Mitte Januar nicht mehr existiert. Das gleiche passierte mit Demonoid und BTJunkie, obwohl die Seiten schon lange nicht mehr existieren und die Links nicht mehr auf Urheberrechtsverletzende Inhalte verweisen.

Wer sendet also all die sinnlosen Beschwerden? Laut Google transparency Report sind hauptsächlich die großen Rechteinhaber wie Sony, Universal, Warner und EMI. Natürlich reichen sie dabei nicht selbst die Beschwerden ein, sonder beauftragen Agenturen, die Arbeit für sie zu übernehmen. Wie gut diese Agenturen arbeiten, sieht man daran, dass sie selbst das Ende von Megaupload noch nicht mitbekommen haben.

Bei diesem Vorgehen werden sehr gut die Symptome der automatisierten Copyright-Verfolgung deutlich. Dabei wird unbedenklicher Content oftmals als Kollateralschaden hingenommen. Natürlich ist es auch nicht zuzumuten, jeden einzelnen Link auf Funktionsfähigkeit zu testen. Dennoch könnten die Rechteinhaber zumindest mal im Auge behalten, welchen Gegner sie schon besiegt haben. [Klaus Deja / Eric Limer]

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[via GoogleTorrentFreak]

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