Studie: Abscheu vor Koriander ist genetisch bedingt

Koriander

Mäkelige Menschen können ihrer Umwelt gehörig auf die Nerven fallen. Wir plädieren trotzdem für Nachsicht: Wer Koriander nicht mag, kann beispielsweise nichts dafür. Tatsächlich ist die Wahrnehmung von Geschmack und Geruch des Gewürzes nämlich genetisch bedingt.

Kürzlich hat ein US-Forscherteam hat mit fast 30.000 Teilnehmern Vorliebe und Abneigung gegenüber Koriander erforscht. Während die Mehrzahl von uns Geruch und Geschmack des Korianders durchaus als angenehm empfinden, schwört rund ein Fünftel der Menschen, dass das Kraut eine seifige Note hat. Die Untersuchungen ergaben nun, dass die Wahrnehmung des seifigen Geschmacks durch Erbanlagen bestimmt ist. 21 Prozent der Ostasiaten, 17 Prozent der Europäer und 14 Prozent der Afrikaner verabscheuen Koriander. Verantwortlich dafür ist offenbar ein Gen, das den Bauplan für einen Geruchsrezeptor namens OR6A2 trägt und Menschen sensibel gegenüber Stoffe wie Aldehyde macht.

Wer also keinen Koriander essen möchte, kann jetzt die perfekte Ausrede servieren.

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