MusicTank-Studie beschreibt Schädigung der Umwelt durch Streaming

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Wer hätte das gedacht: Das Streaming von Medien über das Internet könnte unserer Umwelt mehr schaden, als die Produktion und der Kauf eines physischen Datenträgers - das zumindest will MusicTank anhand einer Studie herausgefunden haben.

Nach besagter Studie würde der Stream von zwölf nicht komprimierten Tracks die gleiche Menge Energie benötigen wie die Produktion und der Verkauf einer CD, wenn dieser nur 27 Mal erfolgt – das mag sich im ersten Moment vielleicht viel anhören, relativiert sich aber bei genauerer Betrachtung: Zwar werden die wenigsten ein Album 27 Mal hören wollen, die insgesamt 324 Songs hat aber jeder relativ schnell gehört.

Zwar gibt es Mittel und Wege, den Energiebedarf deutlich zu senken – Spotify etwa setzt auf einen lokalen Cache der mehrfache Downloads verhindern soll – über kurz oder lang werden Streaming-Dienste aber an Zuwachs gewinnen, und ganz speziell YouTube erfreut sich großer Beliebtheit wenn es um Musik geht. Geht es nach der Studie soll der Energiehunger des Video-Portals bis 2013 sogar von 0,1 Prozent der global erzeugten Elektrizität auf vergleichsweise gewaltige 1 Prozent ansteigen.

Was also tun? Music Tank hat eine ganz eigene Lösung am Start: Davon ausgehend, dass Petabyte-Festplatten bald mehr als erschwinglich sind und alle jemals aufgenommenen Songs beheimaten könnten schlägt man vor, eine so gefüllte Festplatte in Verbindung mit einem Remote-Player an Konsumenten zu verkaufen, was die Ressourcen unseres Planeten schonen soll. Überzeugt? [Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[Music Tank via Paid Content]

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  1. Also wenn ich das richtig verstehe, müsste ich also erstmal 12 UNKOMPRIMIERTE Streams finden und diese 12 dann auch noch jeweils 27x streamen um die Umwelt genau so zu belasten wie es eine CD „kann“. Traue keiner Studie die du nicht selbst gefälscht hast.
    Wer zum Teufel streamt unkomprimierte Musik über das Internet? 324 unkomprimierte Songs sollten erstmal in komprimierte umgerechnet werden, so wie es bei streams standard ist und dann kann gelästert werden. Und was mache ich mit der CD wenn ich sie nicht mehr haben will? Sondermüll?

  2. Youtube erfreut sich immer weniger beliebtheit der musik wegen, das haben die umwektschützer ganz prima hinbekommen (die waren es natürlich nicht), nennt sich dann gema. Allerdings gibt es ja viele andere seiten, und dazu kommt in dem fall videoportal dass man das video mitsendet wenn man nur die musik hören will…

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