Ausgeleert: Was wir in der Fototasche haben

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Im Laufe von vielen Jahren Erfahrung mit zunächst analoger und dann digitaler Fotografie haben sich viele Gadgets angesammelt, die wir in unseren Fototaschen nicht mehr missen wollen. Wir haben einmal zusammengestellt, was wir als wirklich sinnvoll erachten und was man damit anfangen kann.

Egal ob DSLR, System- oder Kompaktkamera: Es gibt unzähliges Zubehör für Fotografen und Fotobegeisterte, das mal mehr mal weniger Nutzen stiftet. Damit nicht alle die gleichen teuren und ärgerlichen Erfahrungen machen müssen wie wir, haben wir einmal zusammen gestellt, was sich bewährt hat.

Mehrere Fototaschen

Nicht immer trägt man alles Zubehör, alle Objektive und alle Kameras mit sich herum. Das wäre weder rückenschonend noch in irgend einer Weise sinnvoll. Deshalb braucht man leider aber auch verschiedenste Kamerataschen. KLeine, die nur eine Minikompaktkamera aufnehmen ebenso wie mittelgroße, die eine DSLR und vielleicht ein oder zwei Objektive fassen und ein Modell für längere Reisen, bei denen mehr Equipment transportiert werden soll. Nach gefühlt 20 verschiedenen Taschen haben wir uns auf drei Modelle eingeschossen.

Deuter Camera Case (ab 5 Euro)

Die kleinste unserer Hüllen ist leicht gepolstert und mit einem umlaufenden Reißverschluss ausgerüstet. Es gibt sie in zwei unterschiedlichen Größen. Damit lässt sich eine kleine Kompaktkamera am Schulterträger des Rucksacks und am Gürtel befestigen, aber auch am Fahrradrahmen, Lenker oder am Klettergurt. Zudem passt die kleinere Hülle auch mitsamt Kamera in große Hosentaschen. Der Vorteil: Das Deuter Camera Case sieht nicht nach Kamera aus – es ist klein, unauffällig und bietet einen guten Schutz vor Kratzern, lässt sich schnell und diskret öffnen und wieder schließen.

Pacsafe Camsafe 200 (ab 100 Euro)

Diese kastenförmige Schultertasche wird mit einem kräftigen Gurt ausgeliefert. Der Innenraum lässt sich mit Teilern selbst gestalten. Darüber hinaus sind zwei Seitentaschen vorhanden, in die man schnell etwas hinein stecken kann – etwa eine kleine Getränkeflasche oder einen Objektivdeckel. Vorne befindet sich ein flaches Zusatzfach für Filter und ähnliches Zubehör. Im Inneren ist eine mit Reißverschluss verschließbare Tasche für Kleinteile wie Speicherkarten eingebaut und am hinteren Teil ist eine offene Stecktasche integriert worden. Dort lassen sich problemlos kleine Reiseführer, Eintrittskarten und anderes Papier unterbringen. Der größte Vorteil dieser Tasche: Ihr Stoff ist mit einem Metallgewebe verstärkt, das verhindert, dass Diebe sie aufschlitzen können. Der Gurt ist mit Stahlseilen verstärkt und ein integriertes Hängeschloss mit Ziffernkombination und einem kleinen Stahlseil erlaubt es, die Reißverschlüsse der Tasche zu fixieren, so dass sie auch nicht unbemerkt geöffnet werden können. Zudem kann die Tasche mit dem Gurt an festen Gegenständen festgeschnallt werden. Maße: 32 x 25 x 17 cm,, Volumen 9 Liter, Gewicht 900 Gramm. Die Tasche Pacsafe Camsafe 200 fasst eine DSLR mit angesetztem Weitwinkelzoom, ein weiteres Zoomobjektiv oder zwei kleinere Festbrennweiten und etwas Zubehör.

Der große Nachteil: Vollgefüllt belastet die Tasche auf Dauer etwas die Schulterpartie und die Halswirbelsäule. Nach 8 Stunden Fußmarsch ist das nicht mehr lustig.

Neopren-Schutzhülle für DSLR und Objektiv

Von diesen Schutzhüllen gibt es drei unterschiedliche Größen, je nachdem wie groß die Kamera und das angesetzte Objektiv sind. DIe Hülle besteht aus einem Stück und wird um die Kamera und das Objektiv geschlungen. Beim größeren Modell wird die Objektivhülle mit einem Klettverschluss fixiert. So verstaut können die Kameras einfach in den Rucksack geworfen werden ohne Kratzer zu erleiden. So nehmen sie am wenigsten Platz weg. Da keinerlei bekannter Markenname auf den Hüllen prangt, kann man sie auch getrost offen zeigen. Weitere Objektive lassen sich in kleinen Säckchen (ab 6 Euro mit einer eingenähten Schnur als Verschluss platzsparend und sicher verstauen. Es empfielt sich aber, sowohl auf den Deckel als auch auf die Hülle mit einem Ettikett zu markieren, welches Ojektiv im Säckchen steckt, damit im Eifer des Gefechts der Zugriff leicht wird. Für die Dunkelheit in der Tasche hilft Leuchtfarbe. Die Neoprentasche ist in mehreren Größen erhältlich. Das gilt auch für die Objektivköcher.

X-Wrap – Einschlagtuch (ca. 14 Euro)

Mit den X-Wrap erhaltet ihr ein ungefähr 40 x 40 cm großes Tuch, dass auf der einen Seite aus flauschigem Stoff und auf der anderen aus einem Meshgewebe mit Metallfolie besteht. Da die Ecken mit Klettband ausgestattet sind, lässt sich das Paket, dass man aus dem Tuch formt, gut verschließen. Es bietet sich zum Beispiel an, die in den Köchern untergebrachten Objektive wie eine Wurst zusammen zu nehmen und mit dem Tuch einzupacken, wenn man das ganze im Koffer transportiert. So fällt nichts herum und alles ist zweifach sicher verpackt. Natürlich kann man auch andere Gegenstände mit dem X-Wrap schützen.

Sensorreinigung mit VisibleDust Ultra MXD-100 Sensor Cleaning VSwab (ca. 30 Euro für 12 Stück)

Der Tipp ist natürlich nur für Besitzer von DSLRs und Systemkameras geeignet. Im ungünstigsten Moment kommt beim Objektivwechsel doch einmal ein Staubkorn oder eine Faser auf den Sensor, denn die Selbstreinigung nicht mehr los wird. Wer dann nicht ewig mit der Bildbearbeitung die Reste aus den Fotos entfernen will, hat hoffentlich eines der Reinigungsstäbchen von VisibleDust dabei. Sie gibt es passend zu den Sensorgrößen in mehreren Formaten. Ein oder zwei Tropfen Sensorreinigungsflüssigkeit, die es gegen viel Geld ebenfalls von VisibleDust gibt, werden auf den Spatel aufgetragen, der dann mit einer beherzten Bewegung einmal über den Sensor (bei heraufgeklapptem DSLR-Spiegel) gewischt wird. Jeder Spatel ist einzeln verpackt – ich habe immer einen in der Fototasche. Die Reingungsflüssigkeit VDust Plus kommt in einer winzigen Flasche – auch die findet immer noch irgendwo einen Platz.

Linsenputzpapier (50 Blatt 5 Euro)

50 Stück Objektiv Reinigungspapier kosten rund 5 Euro. Dieses holzfreie Papier wird zum Reinigen von Objektiven verwendet, weil es die Oberfläche nicht zerkratzt und keinen Platz wegnimmt. Die Verpackung ist so groß wie ein Streichholzbriefchen. Entfernen lassen sich Fingerabdrücke und Staub. Von Brillenputztüchern sollte man auf jeden Fall die Finger lassen, weil sie die Oberflächenvergütung der Linsen beschädigen könnten.

GPS als Schlüsselanhänger (100 Euro)

Es ist im Nachhinein immer schön zu wissen, wo man im Urlaub seine Fotos aufgenommen hat. Wenn eure Kamera nicht über ein eingebautes GPS verfügt, empfehlen wir den BT-Q1300 von Qstarz. Dieser winzige GPS-Empfänger mit eingebautem Akku wird über Mini-USB geladen, wiegt 22 Gramm und misst 62 x 38 x 7 mm – so groß wie ein Schlüsselanhänger. Holt euch noch einen kleinen Karabiner und das Teil lässt sich überall befestigen – zum Beispiel am Rucksack, am Gürtel oder am Kameragurt. Es besitzt kein Display sondern nur einen Einschaltknopf und kleine LEDs, die über den Akkuzustand, den GPS-Empfang und die Aufzeichnung eures Weges informieren. Das Teil läuft bei einer Aufzeichnung von einem Datenpunkt pro Sekunde ungefähr 10 Stunden und ist in einer Stunde wieder geladen. Am Rechner angesteckt lädt man die GPS-Daten herunter und verbindet sie mit geeigneter Software mit den Fotos. Vorher sollte man natürlich die Kamerauhr korrekt stellen, denn sie dient als Synchronisationspunkt mit den GPS-Daten, in denen ebenfalls die Uhrzeit gespeichert ist.

Apple USB-Ladeteile

Ich habe zwei oder drei der Ladeteile von Apple dabei – daran lässt sich praktisch jedes Gadget aufladen, dass über USB angeschlossen wird – von Kameras mal abgesehen. Die Ladeteile verfügen über einen austauschbarer Steckdosen-Anschluss und lassen sich mit dem notwendigen Zubehör (Apple Reise-Adapter-Kit für unverschämte 40 Euro) auch in Ländern verwenden, die nicht „unsere“ Dosen verwenden.

Bohnensack The Green Pod (ca 15 Euro)

Anstelle eines platzraubenden Stativs bietet sich ein kleines Kissen an, dass unter die Kamera gelegt wird. Der „The Green Pod“ ist zudem mit Haltegurten für das Objektiv und einem Stativgewinde ausgerüstet, mit dem man die Kamera an dem Säckchen festschnallen kann. Der The Green Pod ist sehr klein, passt in den Rucksack oder die Tasche und lässt die Kamera sicher auf dem Boden oder Gegenständen ruhen und sie gerade ausrichten. Das ist ideal für spontane Langzeitbelichtungen. Einen kleinen Fernauslöser kann man am Schlüsselbund mit sich herum tragen, um die Kamera beim Auslösen nicht zu erschüttern.

MiFi-Router (170 Euro)

Wer auch unterwegs online gehen will, kann natürlich sein Smartphone benutzen – und ggf. eine ausländische SIM einsetzen wenn das möglich ist. Aber was ist mit allen anderen Geräte, die man so dabei hat? Tablet und Notebook wollen ja auch ins Internet. Die beste Lösung ist dann ein UMTS-Router, der im Raum die Verbindung per WLAN verteilt. Ein gutes aber leider auch teures Modell mit austauschbarem Akku und hohen Datendurchsatz ist der ZTE MF80 mit HSDPA und maximal 43,2Mbit. Das winzige Gerät misst 102x55x16mm . Er hält ungefähr mit einer Akkuladung 5 Stunden durch.. An ihn kann sogar eine externe Antenne angeschlossen werden, um den Empfang zu verbessern. Er kann bis zu 10 WLAN-fähige Geräte versorgen und wird über USB aufgeladen. Ein Webinterface ermöglicht die Konfiguration, die man tunlichst schon zu Hause einmal durchspielen sollte. Leider ist der Preis mit 170 Euro sehr hoch. Wer im Hotel Ethernet-Anschluss hat, der kann mit einem winzigen Accesspoint wie dem LogiLink Wireless LAN Mini AP Router (802.11b/g/n) arbeiten. Er ist so groß wie ein Spielkartenstapel und kostet um die 22 Euro.

Das waren unsere Tipps – und nun seid ihr dran. Wir wollen eure Produktempfehlungen – am besten mit einem Link – und warum ihr das Zubehör gut findet.

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  1. Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass mit den bösen linsenschädigenden „Brillenputztüchern“ die nasse Einwegvariante gemeint ist, nicht die durchaus noch gebräuchliche trockene (Mikrofaser-) Variante. Letztere schädigt die Vergütung der Linsen nämlich genau gar nicht.

  2. Hallo,
    Also ich finde im Algemeinem die Tips nicht schlecht. Klar es gibt immer welche die es besser wissen. Ich lese schon seit Jahren bei euch mit und ich möchte mal behaupten das es seit dem „Chef“ Wechsel auch besser und interessanter geschrieben wird.
    Ich enthalte mich auch meist aus den Kommentaren da ich sie oft eher überflüssig finde oder von irgendwelchen schwachmaten voll gespamt ist…(meist irgendwelche besser wisser) was ich aber zum super finde ist das du auch in den Komis Antwortest und ein gewisses Feed-Back gibst… Toll!! Mach weiter so!!

  3. mein Mac hat eine Router-freigabe. ich kann jeden internetzugang überall freigeben. ist manchmal schon praktisch.

    übrigens haben ALLE neueren Smartphone auch eine freigabe per WLAN. Apple wollte doch dafür mal geld haben.

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