Forschung: Medikamentenpflaster statt Nadeln

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Das einzig schmerzvolle an Pflastern ist das Abziehen. Darum haben Wissenschaftler der Purdue University Pflaster entwickelt, die in manchen Fällen die schmerzvolle Nadel ersetzen sollen. Durch eine wärmebetriebene Pumpe könnten diese Pflaster automatisch Medikamente verabreichen.

Das interessanteste an dem Konzept ist es, dass es ohne hochkomplizierte Nanotechnik auskommt. Stattdessen befinden sich in einer kleinen Kammer zwischen Schichten flexiblen Polymers nur Zucker und Hefe. Sobald das Pflaster an der Haut angebracht ist, fermentieren Zucker und Hefe durch die Körperwärme des Trägers, wodurch Kohlensäure entsteht. Hierdurch dehnt sich die Kammer aus und drückt gegen die Kunststoffhaut. Diese könnte man mit kleinen Nadeln bestücken, die ein gewünschtes Medikament injizieren, ohne dass der Patient etwas davon merkt.

Die Forscher der Purdue University sind nicht die ersten, die auf die Idee der Mikronadeln kommen. Die Fermentationspumpe könnte aber eine Möglichkeit darstellen, diese Pflaster äußerst günstig zu produzieren und anzuwenden.[Purdue University via Gizmag]

Foto: Taavi Toomasson/Shutterstock

[Oliver Schwab / Andrew Liszewski]

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