Cinerama – Die Kino-Zukunft der Vergangenheit

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In den 50er Jahren war ein Kino ein Raum für Experimente - schließlich musste dringend ein Weg gefunden werden, einstige Besucher erneut vom Komfort des heimischen Fernsehens in die Kinosäle zu locken. Cinerama ist eine dieser Bemühungen, die zwar Potenzial aufwies, sich aber nie wirklich durchsetzen konnte.

In seinem ausführlichen Beitrag zum Thema geht David Bordwell zwar detailliert auf die Vor- und Nachteile der Technik ein, einige sind aber auch so kaum zu verkennen: Das System bestand aus einer riesigen, um 146 Grad gekrümmten Leinwand, auf der Bilder, die mit drei einzelnen Kameras aufgenommen wurden, zu einem Ganzen zusammenflossen. Die für damalige Verhältnisse fortschrittliche Technik lieferte zwar atemberaubende Kinoerlebnisse, wurde dem als die Zukunft des Kinos wahrgenommenen System letztlich aber auch zum Verhängnis: Ähnlich wie bei aktuellen 3D-Filmen waren spezielle Kameras nötig, den Rest übernahm vermutlich das wahrlich komplizierte Setup im Saal selbst. [Jamie Condliffe / Johannes Geissler]

[David Bordwell via Verge]

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