Forschung: Magnettherapie gegen Krebs

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Traditionelle Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen können oft nicht zwischen guten und schlechten Zellen unterscheiden. Darum entwickeln Wissenschaftler eine neue Strategie gegen Krebs: Die Tumorzellen sollen mit Magneten abgetötet werden.

Südkoreanischen Wissenschaftlern ist es nun gelungen, bei Zebrafischen schädliche Zellen mit einer Art magnetischem Todesstrahl abzutöten. Phys.org über den Vorgang, bei dem an Antikörper gebundene Eisenoxid-Nanopartikel sich an den Zellrezeptoren der Tumore anlagern:

Wenn ein magnetisches Feld hergestellt wird, gruppieren sich die Eisenoxid-Nanopartikel, was als natürliche Reaktion eine Art Todessignal hervorruft. Wenn das passiert, tritt die Apostose (auch programmierter Zelltod) ein, was den Tumor zerstört.

Im Grunde wird durch die Magnete ein Schalter umgelegt, der der Zelle signalisiert, dass es Zeit zu sterben ist. Gesunde Zellen bleiben dagegen am Leben. Noch ist vor dem Sprung in die Humanmedizin allerdings eine Hürde zu überwältigen: Bei einigen behandelten Fischen wuchsen abnormale Flossen. [Nature via Phys.Org via The Verge]

Foto: Ivonne Wierink/Shutterstock

[Oliver Schwab / Leslie Horn]

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