Honda, Toyota, Nissan und Hyundai wollen Wasserstoff-Tankstellennetzwerk

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Honda, Toyota, Nissan und Hyundai haben eine Vereinbarung mit verschiedenen Ländern in Nordeuropa zum Aufbau einer Wasserstoff-Brennstoffzellen-Infrastruktur geschlossen. Bis 2017 soll ein Wasserstoff-Tankstellennetz aufgebaut werden, damit Null-Emissionsfahrzeuge betankt werden können.

Das Memorandum of Understanding (MoU) schließt öffentliche Stellen und private Unternehmen und Organisationen in Norwegen, Island, Schweden und Dänemark ein und sieht vor, eine Wasserstoff-Infrastruktur aufzubauen, die 2017 fertig sein soll.

Neben den vier Autoherstellern sind auch die Unternehmen HYOP AS Norwegen und H2 Logic A / S und Kopenhagen Hydrogen Network A / S mit im Boot. Sie produzieren Wasserstoff. Dazu kommen noch zahlreiche Nicht-Regierungsorganisationen aus Norwegen, Schweden, Island, Dänemark.

Honda hat mit dem FCX bereits ein Brennstoffzellen-Fahrzeug, das in den USA und Japan an Großkunden verkauft wird. Privatpersonen gucken derzeit noch in die Röhre. Auch von der Mercedes-Benz B-Klasse gibt es ein Wasserstoff-Modell und Hyundai ix35 FCEV. Mazda hat mit dem Mazda RX-8 RE Hydrogen sogar einen Sportwagen im Programm, der Wasserstoff nutzt. Toyota hat den Prius Hydrogen im Test. 2015 will Honda ein neues Brennstoffzellen-Auto auf den Markt bringen, das erheblich günstiger sein soll, wie das Unternehmen verriet.

Ob Honda, Toyota, Nissan oder Hyundai tatsächlich Brennstoffzellen-Autos für Privatpersonen anbieten werden, wenn die Tankstellen-Infrastruktur steht, ist noch nicht abzusehen. Vielleicht läuft das Ganze erstmal auch nur auf einen Verleih hinaus.

Wir sind ja noch etwas skeptisch, ob aus dem Vorhaben auch wirklich etwas wird, was über den Versuchscharakter hinaus geht. Aber eines ist sicher: Durch die Wasserkraft-Stromerzeugung ist Skandinavien natürlich bestens geeignet zur Wasserstoffherstellung per Hydrolyse.

[Via Scandinavian Hydrogen Highway Partnership]

[Bild: h2moves Scandinavia, (CC BY-NC-ND 2.0)]

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  1. Auch BMW hat mit dem siebener erfolgreich Wasserstoff getestet, Betankt wurden sie am Flughafen München… Also alles nichts neues nur die halten sich noch zurück solange noch niemand danach so richtig schreit… Jetzt sind Elektro Autos im “Trend” aber das will doch kein Schwein… Wenn man dann auch noch power will ist die Reichweite gleich Null, aber der Staat puscht den Schweiß auch noch… Hoffentlich machen es die Ausländer (Honda usw.) besser und unsere Hersteller ziehen dann mit…

  2. Naja ich schätze mal die Länder sind dafür ausgewählt weil:

    Schweden bzw Norwegen bereits Teststrecken mit Wasserstoffinfrastruktur Staatlich gefördert bauen. Ausserdem sind die länder kaum verschuldet und haben hohe staatliche förderungen als Recoursen :)

    Deutschland nicht weil : Deutschland gibt dafür momentan kein Geld aus :) ausserdem haben wir schlechte Wasserstoff prodkutionen.

    Schweden, Island und Norwegen und Dänemark in anteilen, sind alles Sammt große Wasserstofflieferanten . Das wird sicher ein mitgrund sein.

  3. Deutschland hat bereits mehrere Tankstellen und baut bereits mit verschiedenen Firmen ein Tankstellen Netz aus. Beteiligt sind unter anderen auch BMW, Mercedes, Total, Linde, AirLiquide. Die Automobilindustrie möchte allerdings grünen Wasserstoff (aus Elektrolyse/Windkraft/Solar oder Biomasse) und der kostet in der Herstellung ca. 50 – 80 €/kg. Mit einem kg kommt man ca. 100 km weit. Zur zeit werden maximal ca. 2,5kg pro Fahrzeug getankt. Also 50 – 80 €/100km. Bei Benzin liegen wir bei ca. 8 -10 €/100km. Den Preis möchte aber keiner zahlen, von den Nachteilen der Reichweite und im Gebirge (dünne Luft mag die Brennstoffzelle nicht….) nicht zu reden. Der “normale” Wasserstoff wird übrigens aus Erdgas gewonnen und davon hätten wir sicher genug.

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