Kurztest ZTE Kis Plus – Einsteiger-Android für unter 100 Euro

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Fast wirkt es wie ein Android aus einer anderen Zeit – diesmal nicht der Zukunft, sondern der Vergangenheit zugewandt. Ein Retro-Androide. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn welches andere neue Android-Phone kostet schon von Haus aus unter 100 Euro? Wir sagen dir, ob sich der Kauf des ZTE Kis Plus lohnt.

Und tatsächlich macht das ZTE Kis Plus einen soliden Eindruck. Das 3,5 Zoll HVGA-Display mit einer Auflösung von 480 mal 320 Pixel wird von einer wertigen, gummierten Schale gerahmt, von der sich so manches Samsung-Plastik-Smartphone eine Scheibe abschneiden könnte. Solide fühlt es sich an, nichts knarzt, die Spaltmaße sind gering. An / Aus, Laut und Leise sind die einzigen physikalischen Tasten und haben einen angenehmen Druckpunkt. Sobald das Handy eingeschaltet ist, fällt dem Kenner aktueller Smartphones gleich die geringe Display-Auflösung auf. Was bei der Pressevorführung als „gestochen scharf“ angepriesen wurde, kann das Display des ZTE Kis Plus beim Hands-On leider nicht halten. Gerade beim Surfen im Netz wirkt kleine Schrift etwas verwaschen (sieh Bild unter dem Test).

Angetrieben wird das ZTE Kis Plus von einem Qualcomm-Single-Core-Prozessor mit 800 MHz, unterstützt von 512 MByte Ram. Das klingt nicht viel, reicht aber um angenehm surfen zu können und die üblichen Apps anzukurbeln. Programme öffnen sich erstaunlich flott und auch in den Menüs gibt es keine Verzögerungen. Aber schließlich muss der Single-Core-Prozessor auch nicht so unglaublich viele Pixel auf dem Display hin und her bewegen. Die Prozessor-Ram-Kombination im ZTE Kis Plus dürfte wohl auch daran schuld sein, dass als Betriebssystem Android in der schon in die Jahre gekommen Version 2.3.6 Gingerbread zum Einsatz kommt. Auf Nachfrage sagte der Produktverantwortliche von ZTE, dass auch kein Update vorgesehen ist.

Der Lithium-Ionen-Akku kommt mit einer Kapazität von 1.400 mAh und soll das ZTE Kis Plus bei normaler Benutzung einen guten Tag am Leben halten. Der SD-Karten-Slot zur Speichererweiterung um bis zu 32 GByte ist beim ZTE-Einsteiger-Smartphone auch dringend nötig, denn von Haus aus kann sich das Gerät nur 512 MByte merken. Die mit der 3,2 Megapixel-Kamera geschossenen Bilder scheinen einen leichten Farbstich in Richtung Lila zu haben, sind ansonsten aber wie das Testbild aus unserer Redaktion zeigt in Ordnung. ZTE hat beim Bau des Kis Plus auch an Bluetooth 2.1 und GPS gedacht. Eine Statusleuchte informiert über neue Nachrichten. Erstaunlich: Sogar HSDPA mit einer maximalen Geschwindigkeit von 7,2 MBit pro Sekunde und HSUPA mit maximal 5,76 MBit pro Sekunde ist mit an Bord.

ZTE vertreibt das Kis Plus exklusiv über die Telekom-Tochtergesellschaft Congster für günstige 99,99 Euro. Alternativ zur Einmalzahlung kann auch ein Zweijahresvertrag abgeschlossen werden. Dann muss für das ZTE Kis Plus einmalig ein Euro auf den Tisch gelegt und 5 Euro monatlich an den Mobilfunktarifanbieter Congster überwiesen werden. Das Gerät selbst ist ausschließlich mit ZTE gebrandet. ZTE will nun das schaffen, was HTC schon vor Jahren gelang: ZTE soll sich als Marke in den deutschen Köpfen festsetzen.

Fazit

Das ZTE Kis Plus wurde bewusst für den Einsteigermarkt konstruiert und kann für diese Zielgruppe durchaus überzeugen. Besonders positiv fallen die hochwertige Verarbeitung und die unauffällige aber angenehme Optik auf. Schon fast veraltet wirkt dagegen das Display mit der niedrigen Auflösung des ZTE Kis Plus. Aber irgendwo musste ZTE wohl auch sparen um auf die 99,99 Euro zu kommen. Im Großen und Ganzen bekommt das ZTE Kis Plus als Smartphone im Billig-Segment aber unsere Empfehlung, denn es bietet vor allem unter Berücksichtigung der 600.000 kompatiblen Apps für unter 100 Euro fast den gleichen Funktionsumfang wie andere Smartphones für 500 Euro.

Alternative

Allerdings muss sich ZTE Kis Plus den Vergleich mit dem Huawei Ascend Y200 gefallen lassen. Das Huawei-Pendant wurde bei verschiedenen Anbietern für ebenfalls 99 Euro verkauft und kommt fast mit der identischen Ausstattung. Doch beim Display gibt es laut ersten Vergleichen leichte Unterschiede. So scheint das Display beim Huawei Ascend Y200 trotz gleicher Auflösung etwas blickwinkelstabiler zu sein und auch die ist Farbdarstellung wirkt beim Huawei-Display natürlicher.

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